in Kooperation mit

MTU Aero Engines

Zivile Instandhaltung sorgt für kräftiges Wachstum

Der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hat im ersten Halbjahr eine Umsatzplus von neun Prozent erzielt.

Der Umsatz lag demnach bei 2148,6 Millionen Euro, wie MTU Aero Engines am Donnerstag mitteilte. Das operative Ergebnis und der Gewinn nach Steuern legten um jeweils 13 Prozent auf 334,6 Millionen Euro bzw. 237 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 zu.

"Im ersten Halbjahr haben sich vor allem das zivile Ersatzteilgeschäft und die zivile Instandhaltung besser entwickelt als erwartet", so Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines. Die zivile Instandhaltung legte um neun Prozent auf 1228,5 Millionen Euro zu, Hauptumsatzträger war das V2500 (A320).

Das größte Plus erreichte MTU allerdings im zivilen Seriengeschäft: Bis Ende Juni stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 738,9 Millionen Euro. Das V2500 und das GEnx (Boeing 787 und Boeing 747-8) trugen am stärksten zu den guten Zahlen bei.

Auslieferungsziel beim Getriebefan erreicht

Auch beim A320neo-Getriebefan von Pratt & Whitney entspannt sich offenbar die Lage. Trotz der Probleme mit dem PW1100G-JM Anfang des Jahres habe man die Auslieferungsziele im ersten Halbjahr erreicht. "Im zweiten Halbjahr zieht der Hochlauf noch einmal deutlich an. Wir sind zuversichtlich, auch diese Herausforderung erfolgreich meistern zu können“, so Peter Kameritsch, Chief Financial Officer der MTU Aero Engines. An dem Getriebefan hat die MTU einen Programmanteil von 18 Prozent, das Unternehmen verantwortet zudem die Endmontage eines Drittels der Triebwerke. 

Wegen des guten ersten Halbjahres hebt das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an: Für das zivile Ersatzteilgeschäft wird ein zehnprozentiges organisches Wachstum erwartet, die zivile Instandhaltung soll sogar um 20 Prozent zunehmen. Unverändert bleibt der Ausblick auf die anderen Geschäftsbereiche. Für das zivile Seriengeschäft sieht MTU Aero Engines mit etwa 30 Prozent die höchsten Zuwächse. Der Umsatz des Militärgeschäfts bleibt laut der Einschätzungen von MTU auf Vorjahresniveau.

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