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Safran investiert in Cailabs

Optische Datenübertragung im Flugzeug

Der Technologiekonzern Safran beteiligt sich mit fünf Millionen Euro am französischen Start-up Cailabs. Das Unternehmen entwickelt neue Technologien für eine schnellere Datenübertragung über Glasfaserkabel.

Internet für Passagiere, Überwachung verschiedenster Komponenten und steigende Anforderungen an die Flugsicherheit: In modernen Flugzeugen müssen immer mehr Daten übertragen werden. Lichtwellenleiter sind eine mögliche Lösung dafür. Das 2013 gegründete französische Start-up Cailabs entwickelt mit der so genannten Multi-Plane Light Conversion (MPLC) eine Technologie, die zur Datenübertragung die Lichtform in einem Glasfaserkabel verändert, um so die Leistung zu erhöhen. Damit soll eine bis zu 400 mal schnellere Datenübertragung möglich sein als mit bisherigen Lichtwellenleitern. Safran investiert 5 Millionen Euro in Cailabs, wie der französische Konzern am Montag mitteilte.

Glasfasernetzwerke fänden zwar bereits in Flugzeugtypen wie Airbus A380 und A350 sowie in der Boeing 787 Anwendung, es gebe aber spezielle Herausforderungen in der Luftfahrt, weil konventionelle Lichtwellenleiter sehr fragil seien, so Safran. "Der wachsende Bedarf an Datenübertragun bedeutet eine Zunahme an Komplexität, Kosten und Gewicht der Flugzeugverkabelung", sagte Alain Sauret, CEO von Safran Electrical & Power. "Die Entwicklung von Möglichkeiten zur Höchstgeschwindigkeitsübertragung ist die unvermeidbare Lösung, um Bordnetzwerke in Flugzeugen zu optimieren." Deshalb arbeite man mit Cailabs an lichtwellenleiterbasierten Entwicklungsprojekten für die nächste Generation der Flugzeugverkabelung zusammen.

Eine Einsatzmöglichkeit der Technologie ist die Fly-by-light-Steuerung. Dabei werden Steuerbefehle nicht elektrisch wie bei Fly-by-wire übertragen, sondern über Lichtsignale. In einigen Militärflugzeugen kommt Fly by light bereits zum Einsatz, darunter im Langstreckenbomber Northrop B-2.

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