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Bundesregierung steigt für 450 Millionen Euro bei Hensoldt ein

Sperrminorität für 450 Millionen Euro Bundesregierung steigt bei Hensoldt ein

"Zum Schutz der ... nationalen sicherheits- und verteidigungsindustriellen Schlüsseltechnologien" plant das Verteidigungsministerium eine Beteiligung von 25,1 Prozent an der Hensoldt AG zu einem Preis von 450 Millionen Euro zu erwerben.

Mit dem Erwerb einer Sperrminorität an dem Rüstungsunternehmen "wird die Bundesregierung in die Lage versetzt, ungewollte strukturelle Entscheidungen abzuwehren. Das bedeutet, der Bund erhält einen erheblichen Einfluss, unabhängig davon, ob strategische Investoren unmittelbar oder mittelbar einen Großteil der Aktien erwerben und damit lenkenden Einfluss ausüben können", heißt es zur Begründung des Beschlusses der Bundesregierung, der heute bekannt gegeben wurde.

Wichtige Aspekte für den Schritt waren laut Verteidigungsministerium die industrie-, sicherheits- und verteidigungspolitische Bedeutung des Unternehmens, seine hohe Relevanz für die technologische und digitale Souveränität Deutschlands sowie die große Bedeutung für die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.

Die Aktien übernimmt der Bund aus dem Paket des Investors KKR, der seinen Anteil von 68 auf 43 Prozent reduziert. Der Kaufpreis bedeutet einen Aufschlag auf den aktuellen Aktienkurs, liegt aber unter dem in einer Vorkaufsvereinbarung festgelegten Höchstbetrag von 600 Millionen Euro.

Thomas Müller, Vorstandsvorsitzender von Hensoldt, sagte: "Die strategische Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland unterstreicht unsere Position als wichtiger Technologiepartner und strategischer Lieferant für Deutschland. Als ein führender Anbieter von elektronischen Sensorlösungen entwickeln wir kritische Elemente für Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen der nächsten Generation. Wir freuen uns darauf, die langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft mit unserem wichtigsten Kunden weiter auszubauen."