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Formation über der Eifel

Spangdahlemer F-16 fliegen mit P-51D

Historisches Treffen über Deutschland: Eine restaurierte P-51 Mustang traf sich Ende Mai in der Eifel mit auf dem US-Stützpunkt Spangdahlem stationierten F-16 zum gemeinsamen Formationsflug. Einst diente der Oldtimer einem US-Fliegerass.

Die F-16 der 480th Fighter Squadron aus Spangdahlem waren am 28. Mai gerade auf dem Rückweg von einem regulären Trainingsflug, als sich die Mustang mit dem Namen „Scat VII“ über der Air Base zu ihnen gesellte. Für einige Minuten führte der Warbird die besondere Formation an, bevor alle Beteiligten schließlich auf dem Stützpunkt landeten. Sowohl für die F-16-Piloten als auch für den Piloten der P-51 sei es ein unvergesslicher Tag gewesen, schreibt die US Air Force in einer Mitteilung.

„Scat VII“: Kriegsveteran und Rennflugzeug

Die North American P-51D „Scat VII“ diente einst im Zweiten Weltkrieg dem US-Fliegerass Robin Olds. Der Brigadegeneral brachte es bis zum Ende des Krieges auf 16 Abschüsse, die er mit insgesamt sieben Flugzeugen errang. Die „Scat VII“, Seriennummer 44-72922 und 1944 gebaut, war sein letztes Einsatzflugzeug. Nach dem Krieg wurde die Maschine gemäß Recherchen der Webseite „mustangsmustangs.net“ mehrfach privat weiterverkauft und war zwischenzeitlich auch unter dem Namen „Vendetta“ als Rennflugzeug unterwegs. Die Rennsportkarriere endete 1991 jedoch mit einem Crash. Danach wurde die Maschine neu aufgebaut und wieder in den Originalzustand versetzt. 1993 erhielt sie auch ihre ursprüngliche Lackierung zurück, mit der Robon Olds einst über Deutschland Begleitschutzeinsätze für US-Bomber flog. Der Belgier Jan van der Flier kaufte die Maschine schließlich 2009 und brachte sie nach Europa zurück. Registriert ist die Mustang als PH-VDF in den Niederlanden.

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Erinnerung an Fliegerass

Bei dem historischen Formationsflug mit den Spangdahlemer F-16, zehn sollen es dem Vernehmen nach gewesen sein, wurde „Scat VII“ von dem Belgier Lavaert Lieven pilotiert. Nach der Landung auf der Air Base erinnerte Robin Olds' Tochter Christina Olds in einem Multimedia-Vortrag an das Leben und die Leistungen ihres Vaters. Lavaert Lieven hob in diesem Zusammenhang die militärische Bedeutung des Propellerjägers für die US-Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg hervor: „Die P-51 Mustang half dabei, den Krieg zu gewinnen. Sie war das einzige Flugzeug, das den Bombern Geleitschutz geben konnte, als sie nach Berlin flogen. Sie flog hoch, schnell und war sehr wendig – ein rundum gutes Flugzeug!“ Bereits einmal sei er bisher im Flug von einer F-16 begleitet worden, gab Lieven außerdem zu Protokoll. „Das war vor drei Jahren. Da ist Christina mitgeflogen und es hat sich uns eine belgische F-16 angeschlossen. Das hat großen Spaß gemacht, aber zehn F-16 sind natürlich noch viel großartiger!“

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