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Living Legends of Aviation

Walter Eichhorn erhält Auszeichnung

Große Ehre für den bekannten Piloten. Walter Eichhorn wurde in den Kreis der „Living Legends of Aviation“ aufgenommen und durfte zugleich den „Bob Hoover Freedom of Flight-Award“ entgegennehmen.

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Living Legends of Aviation, so heißt der exquisite Zirkel von weltweit nur 103 Piloten, zu denen nun auch Walter Eichhorn zählt. Der Bad Camberger ist in prominenter Gesellschaft: Harrison Ford, John Travolta, Morgan Freeman, Kurt Russel, Tom Cruise oder auch Dr. Tom Enders gehören dazu. Es sind nicht nur Kino-Legenden oder Wirtschaftsführer, sondern auch ambitionierte Piloten  und Persönlichkeiten, die der Luftfahrt entscheidende Impulse vermittelt haben. Der Airbus-Vorstandsvorsitzende war Eichhorns Chef, als letzterer Mitte der 80er-Jahre bei der zu EADS gehörenden Messerschmitt-Stiftung als Einweisungs- und Testpilot für restaurierte Bf 109-Muster angeheuert hatte. Dr. Enders war es dann auch, der vorschlug, Eichhorn in die Reihen der Living Legends of Aviation aufzunehmen. Die Entscheidung des Präsidiums fiel einstimmig und so durfte der Veteran wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag im exklusiv am Wolfgangsee gelegenen Symphony-Scalaria- Ressort die Mitgliedsplakette in Empfang nehmen. Als Zugabe wurde der prominente Schauflieger mit dem „Bob Hoover Freedom of Flight-Award“ ausgezeichnet. Beide, Hoover und Eichhorn, kannten sich persönlich und sind einander im Laufe der Jahrzehnte immer wieder auf diversen Airshows begegnet.

Über 60 Flugzeugtypen

Foto und Copyright: zvg

Walter Eichhorn ist im Laufe seiner Karriere mehr als 60 verschiedene Flugzeugtypen und –Baumuster geflogen – und das sowohl vor, während und nach seiner 30-jährigen Dienstzeit bei der Deutschen Lufthansa. Ob Jumbo, DC-10, Airbus 300, oder B727, die erwähnte Bf 109, AN-2, YAK-11, Boeing-Stearman, Tiger-Moth, Do-28, Galeb-, Delfin- oder Siai-Marchetti-Jet – er kennt und liebt sie alle. Die „Tante Ju”, das Traditionsflugzeug der Lufthansa,  pilotierte er als Kapitän 15 Jahre lang durch den europäischen und US-amerikanischen Luftraum. Er gab der P 51 Mustang der Airforce ebenso die Sporen wie der britischen Spitfire. Seine Favoritin ist jedoch nach wie vor die gute alte North American T-6, mit der er bis heute noch unterwegs ist. Michael Linke, ein Vereinskamerad aus Eichhorns Heimatverein der Flugsportgruppe Elz, hat Eichhorn porträtiert. Mit  “36.000 Stunden am Himmel – Erlebnisse zwischen Null und  36.000 Fuß Flughöhe„ ist die inzwischen schon in dritter Auflage erschienene Biografie betitelt.

Wenn der Mann, den obligatorischen weißen Schal um den Hals, dem Publikum vor dem Start oder nach der Landung aus dem Cockpit seines 600-PS-Boliden zuwinkt, ist die Welt in Ordnung. Für ihn selbst und die Zuschauer. Doch damit könnte es in absehbarer Zeit vorbei sein. Walter Eichhorn hat angekündigt, künftig kürzer treten, wenn nicht ganz mit dem Kunstfliegen aufhören zu wollen. Doch der berühmte Name wird nicht vom Himmel verschwinden. Der Junior, Toni Eichhorn, ist aus dem gleichen Holz geschnitzt. Er wird das Erbe seines alten Herrn bewahren, pflegen und fortentwickeln.

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