Norwegischer Starfighter macht Highspeed-Test mit Testpilot Eskil Amdal

F-104D macht Highspeed Taxi-Runs
Starfighter heult in Norwegen wieder auf der Startbahn

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.10.2026
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Restaurierter F-104D Starfighter LN-STF in Norwegen.
Foto: Sindre Nedrevag

Die zweisitzige Lockheed F-104D Starfighter mit der Kennung "637" absolvierte ihren Erstflug nach einer 13 Jahre dauernden Restaurierung am 28. September 2016. Die Maschine trug dabei die Farben der norwegischen Luftstreitkräfte, der Royal Norwegian Air Force (RNoAF). In den folgenden Jahren war sie auf einigen Flugshows in Nordeuropa zu sehen, bevor das bekannte Heulen des J79-Triebwerks wieder für längere Zeit verstummte. Grund dafür waren hauptsächlich die abgelaufenen Sprengsätze der Schleudersitze, für die es bislang keinen Ersatz gab.

Kanadier in Norwegen

Der betreffende Starfighter wurde ursprünglich als zweisitzige Variante für die Royal Canadian Air Force gebaut. Nach seiner Auslieferung im Mai 1962 erhielt er die Kennung RCAF 104637. Während seiner Zeit in Kanada soll das Flugzeug überwiegend für Testflüge vom Stützpunkt Cold Lake in der Provinz Alberta eingesetzt worden sein. Im Mai 1973 übernahm Norwegen die Maschine gemeinsam mit mehreren Dutzend weiteren kanadischen Starfightern. Am 14. Juni desselben Jahres traf sie in Norwegen ein und erhielt dort die Seriennummer "4637".

Einsatz bei der norwegischen Luftwaffe

Der Starfighter diente beim 334. Geschwader in Bodø. Nach Angaben des Restaurierungsvereins blieb der Standort auch nach der aktiven Dienstzeit eng mit dem Flugzeug verbunden. Die norwegischen Luftstreitkräfte musterten die Maschine am 1. April 1983 aus. Anschließend wurde sie zunächst auf dem Militärflugplatz Sola eingelagert. Wenige Monate später kehrte die F-104 nach Bodø zurück. Dort soll sie bis in die frühen 1990er-Jahre für die Ausbildung von Luftwaffenpersonal bei der Bodenabfertigung genutzt worden sein.

Auch nach seiner aufwändigen Restaurierung durch Foreningen Starfighterens Venner blieb der Starfighter in Bodø beheimatet – als Erinnerung an die Dienstzeit des legendären mach 2-Musters bei der norwegischen Luftwaffe.

Kommt die LN-STF zurück?

Nun sind in den sozialen Medien neue Videos aus Bodø aufgetaucht, bei denen der Starfighter aus dem Hangar gerollt wird und erst Standläufe macht und einen Tag später mit Pilot Eskil Amdal im Cockpit unter vollem Nachbrenner die Startbahn entlang donnert. Ein optisches wie akustisches Fest für Fans des J79-Triebwerks und der F-104.

Ob die Maschine inzwischen wieder fliegen darf, ist derzeit noch nicht bekannt. Bislang war allgemein vermutet worden, dass das Problem mit den Schleudersitzen noch nicht behoben ist.