in Kooperation mit

Otto-Lilienthal-Verein Stölln e.V.

Neues Make-Up für Lady Agnes

Der Otto-Lilienthal-Verein in Stölln bittet um Mithilfe bei der Generalüberholung ihrer IL-62 "Lady Agnes". Die alte Dame der Interflug erlangte Berühmtheit als sie 1989 auf der 900 Meter langen Bahn in Stölln landete.

Am 23.10.1989 wurde die IL-62 der INTERFLUG (ehemalige DDR-Fluggesellschaft) von Berlin-Schönefeld nach Stölln überführt. Die Landung des Flugzeuges, das für die Landung eine Betonpiste von 2.500 m benötigt, erfolgte sensationell auf dem ältesten Flugplatz der Welt in Stölln, der nur eine Landebahn von 900 m hat. Die Landung ist einmalig in der Welt und brachte der Crew mit Heinz-Dieter Kallbach als Flugkapitän den Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde.  Die Crew, die nicht ohne Risiko für ihr eigenes Leben die Landung durchführte, stellte nach der erfolgreichen Landung folgende Bedingung: Die IL-62 soll als Attraktion für den Tourismus über Jahrzehnte erhalten bleiben. Einer kommerziellen Vermarktung, außer im Tourismus, wurde nicht zugestimmt.

Standesamt im Flieger

Seit dieser legendären Landung besuchen jährlich fast 25000 Gäste die Ausstellung in Stölln und besichtigen die Lady Agnes. Absolutes Highlight ist, dass man in der Dame vor den Standesbeamten treten kann. Im Flugzeug befindet sich ein Standesamt, in dem seit 1991 über 900 Eheschließungen erfolgten.

Leider ist das Flugzeug inzwischen in die Jahre gekommen und reparaturbedürftig. Es wurde zwar mehrmals gestrichen, Sitzreihen aufgearbeitet und ist somit mit viel Aufwand bisher erhalten geblieben, doch der Zahn der Zeit nagt an der alten Dame.

Das IL-62 wurde 1973 in Dienst gestellt, flog bis 1989 bei der INTERFLUG der DDR und ist jetzt 43 Jahre alt. Experten der INTERFLUG haben sich das Flugzeug noch einmal angesehen und stellten fest, dass nur Oberflächenbehandlungen die Erhaltung des Flugzeuges nicht sichern können. Eine Generalüberholung ist dringend notwendig, weil sonst die Sicherheit der Besucher bei Betreten des Flugzeuges in den nächsten Jahren nicht mehr gewährleistet ist

Die IL gehört dem Otto- Lilienthal-Verein -Stölln  e.V. und dieser ist allein nicht in der Lage, die Aufwendungen zu bezahlen. Diese betragen nach der ersten Kostenermittlung ca. 120.000 €. Deshalb bitten die Mitglieder nun um Unterstützung. Einen Antrag auf Fördermittel des Landes Brandenburg ist gestellt jedoch bisher nicht gewilligt. Selbst wenn diese Mittel bereitgestellt werden fehlen immer noch rund 30000 Euro. 

Alle weiteren Informationen und wie geholfen werden kann findet man auf der Webseite des Vereins. 

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