in Kooperation mit
Junkers Flugzeugwerke AG

Junkers plant eine Neuauflage der offenen A50

Wellblech-Oldie mit modernen Zutaten Junkers legt neue Serie der A50 auf

Auf den Spuren von Hugo Junkers und dessen legendären Metallflugzeugen planen die Junkers Flugzeugwerke in der Schweiz ihr nächstes Projekt: Eine Serie des Doppelsitzers Junkers A50. Wie auch schon die neu entstehende Serie der F13 erhält auch die neu aufgelegte A50 moderne Zutaten.

Die erste A50 sei in nur einem Jahr zwischen Idee und Prototyp fertig gestellt worden, teilten die Junkers Flugzeugwerke AG mit. Nach dem historischen Vorbild des bei Anschaffung und Betrieb besonders günstig ausgelegten "Volksflugzeugs" A50 Junior aus dem Jahre 1929 entstehe auch die neue und moderne Junior. Trotz klassischer Metallbauweise sei der Neubau für eine Zulassung in der Kategorie "Ultraleichtflugzeug" vorgesehen.

Der nach alten Plänen neu gebaute Oldtimer sei, dank neuester Technologien und Komponenten, ein modernes Ultraleichtflugzeug. Als Antrieb diene nun ein heute weit verbreiteter Vierzylinder-Rotax mit 100 PS. Der Propeller stamme von MT, die Bremsen von Beringer und die Avionik von Garmin. Damit erreiche man größtmögliche Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Schon für April 2022 seien die ersten Auslieferungen geplant. Die erste Zelle, die unser Foto zeigt, werde bis dahin für Festigkeitsversuche benötigt und bei den Belastungsversuchen planmäßig zerstört. Davon profitieren die Serienflugzeuge, von denen "die ersten 29 Stück" für den Einführungspreis von 179.000 Euro angeboten werden. Die geplante Bauserie spielt mit 29 Stück auf das Erscheinungsjahr der Junior an, 1929.

Die heutige Firma Junkers Flugzeugwerke AG war 2018 von dem deutschen Unternehmer Dieter Morszeck in der Schweiz gegründet worden und produziert und vermarktet neu gebaute Junkers F13. Dieses erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug von 1919 erwies sich als für den gesamten Flugzeugbau wegweisendes Konzept. Ab April 2022 soll auch die neue A50 Junior in der Ultraleichtklasse, also mit einer Gesamtmasse bis zu 600kg (ohne Rettungsgerät), in den Vertrieb gehen. Als EASA-zugelassener Wartungsbetrieb nach Part 145 bietet Junkers auch die spätere Wartung der modernen Junkers-Nachbauten an. Ebenso wird die amerikanische Waco YMF-5 technisch betreut.

Technische Daten der neuen Junkers A50:

Spannweite 9.7 m 32 ft

Länge 7.1 m 23 ft 4 in

Höhe 2.4 m 7 ft 9 in

Leermasse 320 kg 705 lbs

MTOW 600 kg 1323 lbs

Motor / Leistung Rotax 912iS, 4 Zyl. 100 PS

Propeller MTV-33-1-A/170

Tankvolumen 120 Liter

Verbrauch 15 l /h 3.3 US gal. MOGAS

Reisegeschwindigkeit 185 km/h 100 knots

Höchstgeschwindigkeit 205 km/h 111 knots

Mindestgeschwindigkeit 76 km/h 41 MPH

Rettungsgerät Galaxy GRS 6 600 SD Speed