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Wings of Victory Fund

Messerschmitt Bf 109 G-2 aus See geborgen

Zwischen dem 21. und 24. Juni 2018 hat die Expeditionsgruppe „IKAR“ eine Messerschmitt Bf 109 G-2 aus dem Tulyavr See bei Murmansk geborgen. Der Jäger, mit der Werknummer 14232, gehört zum Wings of Victory Museum und ist inzwischen in Moskau eingetroffen.

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Bereits vor wenigen Wochen erreichte uns die Nachricht, dass der Wings of Victory Fund eine weitere IL-2 geborgen hatte. Dabei handelte es sich um einen seltenen Einsitzer des Schlachtfliegers.  Jetzt haben die Verantwortlichen der Stiftung mit einer weiteren Meldung auf ihre Bemühungen aufmerksam gemacht. Im Juni haben die Mitglieder der Expeditionsgruppe „IKAR“ und des Wings of Victory Fund haben eine Messerschmitt Bf 109 G-2 vom Grund eines Sees bei Murmansk geborgen. Nachdem sie das Flugzeug mit aufblasbaren Luftsäcken angehoben hatten, schleppten sie sie ans Ufer und demontierten die Flugzeugzelle, um sie zum Technikmuseum von Vadim Zadorozhniy in Moskau zu transportieren.  Hier wird das Flugzeug derzeit gereinigt und konserviert.  Zu einer möglichen Wiederherstellung wurden an dieser Stelle keine Entscheidungen angekündigt, obwohl dies wahrscheinlich geschieht, sei es für die statische Ausstellung oderfür eine flugfähige Herstellung. Letzteres wird dabei wahrscheinlich sein. 

Der Zustand der einzelnen Baugruppen ist erstaunlich gut. Foto und Copyright: via Boris Osetinskiy

Auf der linken Seite des Rumpfes, unterhalb des Cockpits, befindet sich noch heute das Typenschild mit folgender Inschrift und Seriennummer der Maschine: „Bob. Muster ME 109G-2 Werk Nr. 14232 Baujahr 1942“. Damit ist die Identität der Maschine eindeutig geklärt und die Fachleute des Museums sind bereits dabei den Lebenslauf des Jägers zu rekonstruieren. Es wird vermutet, dass sie 1943 oder 1944 bei einem Luftkampf mit sowjetischen Jägern abgeschossen wurde und auf dem zugefrorenen See notlandete.

Auf beiden Seiten des Rumpfs sieht man weiterhin die Konturen, der mit gelber Farbe aufgebrachten Nummer „3“ sowie schwarze Kreuze. Hinter den Kreuzen, näher am Heck, befindet sich auf beiden Seiten eine gelbe Kreise mit einem Durchmesser von 150 mm Durchmesser.

Der Daimler-Benz-Motor wird verladen. Foto und Copyright: via Boris Osetinskiy

Das Glas der Cockpithaube auf der rechten Seite ist vermutlich durch die Landung beschädigt wurden und der klappbare Teil der Haube fehlt. Die unteren Rumpfpaneele sind verbeult. Auf der linken und rechten Seite des Rumpfes, sowie auf dem horizontalen und vertikalen Leitwerk, befinden sich genietete Metallbereiche, die die Löcher im Rumpf abdecken, was eine vorher erfolgte  Reparatur unter Fabrikbedingungen anzeigt. 

Instrumente und Waffen fehlen vollständig. Ob diese durch die Deutschen oder die Rote Armee demontiert wurden ist bisher nicht bekannt. 

Die verbauten Magnesium-Teile haben sich nach den vielen Jahren auf dem Grund des Sees vollständig aufgelöst. Deswegen hatte sich bereits vor der Bergung der Motor vom Rest der Zelle getrennt, da auch der Motorträger aus dem Material bestand. 

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