in Kooperation mit

Mehr Komfort beim Fliegen

Abhilfe gegen trockene Kabinenluft

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP will das Problem der niedrigen Luftfeuchtigkeit in Passagierflugzeugen mit einer neuen Technologie lösen.

Nur etwa 20 Prozent relative Feuchtigkeit enthält die Luft in Flugzeugkabinen - das ist gut gegen Kondensatbildung, aber schlecht für die Schleimhäute von Passagieren und Crew. Die Lösung könnte ein Wirbelringgenerator sein, den das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Valley entwickelt.

Der Generator erzeugt kleine Wirbelringe aus feuchter Luft. Durch die Wirbelbildung bleiben die Ringe nach Angaben des IBP über eine gewisse Strecke stabil, ohne sich signifikant mit der Umgebungsluft zu mischen. Der Generator ist so eingestellt, dass der Wirbel auf die weniger empfindliche Brust der Passagiere trifft und dann durch die Körperwärme nach oben Richtung Mund und Nase steigt. Die Forscher wollen die Luftfeuchte in der Atemluft um bis zu fünfzehn Prozent steigern – auf etwa 30 Prozent.

Der Generator selbst ähnelt einer Luftpumpe, deren Kolben mit einem Linearmotor bewegt wird. Die Ringe werden mit Wasser angereichtert, dabei kommt eine Membran zum Einsatz, die Wasser von Luft trennt. Aufgrund des Konzentrationsgefälles wandern die Wassermoleküle durch die Membran. Wie viel Wasser von der Luft aufgenommen wird, lässt sich über ihre wirksame Fläche und die Wassertemperatur festlegen. Wie weit der Wirbelring fliegt, ohne sich aufzulösen, lässt sich über den Impuls steuern, mit dem er auf den Weg geschickt wird.

"Da die Zulassungen in der Luftfahrtindustrie sehr langwierig sind, wird es jedoch noch dauern, bis das System in Flugzeugen zum Einsatz kommt«, sagt Thomas Kirmayr, Gruppenleiter am IBP. Geplant sei, den Generator in die Rückenlehne des Sitzes einzubauen.

Top Aktuell Tanken: Alles fließt! Kraftstoffversorgung von Flugzeugen
Beliebte Artikel V2500 auf dem Prüfstand der MTU Maintenance MTU erhält neuen US-Großauftrag MTU wartet A320 und A321-Antriebe für JetBlue Die Technische Universität München zeigt einen Träger aus mit Kohlestoff verstärktem Granit. „Grüne“ Leichtbaumaterialen TU München forscht zu Carbonfasern aus Algenöl
Stellenangebote Airbus Defense and Space Manching sucht DICH! EASA/DEMAR PART66 Certifying Staff (m/w/d) CAT B1/CAT B2 Jobangebot Chiffre - Projektingenieur und Pilot gesucht (m/w/d) Jetzt bewerben ACM Charter sucht Mitarbeiter/in CAMO (m/w/d)
Anzeige