Die unter Führung von Airbus zu entwickelnde Eurodrohne (EuroMALE RPAS) wird voraussichtlich ab 2029 geliefert. Airbus

434 Millionen Euro pro System Spanien billigt Euromale-RPAS-Programm

Nach Frankreich, Deutschland und Italien hat nun auch die spanische Regierung die Beteiligung am Eurodrone-Programm gebilligt. Somit rückt die verspätete Auftragsunterzeichnung via der Rüstungsagentur OCCAR näher.

 

Das Programm wurde auf der Kabinettssitzung am Dienstag behandelt. Spanien beteiligt sich mit einem Anteil von 23 Prozent an der unter Federführung von Airbus entwickelten Aufklärungsdrohne.

Um das Verteidigungsministerium in die Lage zu versetzen, die Entwicklung, die Produktion und die Unterstützung bei der Inbetriebnahme sowie die logistische Unterstützung für das EUROMALE RPAS-Programm durchzuführen sind Ausgaben von 1,739 Milliarden Euro notwendig. Bei vier geplanten Systemen errechnet sich ein horrender Systempreis von 434 Millionen Euro für Bodenstation und je drei Fluggeräte, inklusive Werksunterstützung für fünf Jahre nach Erstauslieferung.

Gebucht hat das spanische Verteidigungsministerium den Kauf der Eurodrohne von 2029 bis 2035 wie folgt:

2029: 125.651.208,00 Euro

2030: 92.355.883,00 Euro

2031: 157.795.312,00 Euro

2032: 212.334.104,00 Euro

2033: 392.415.057,00 Euro

2034: 419.307.877,00 Euro

2035: 339.477.284,00 Euro

Insgesamt 1.739.336.725,00 Euro

Damit die Industrie anfängt zu arbeiten muss das spanische Ministerium für Industrie, Handel und Tourismus das Programm zwischen 2022 und 2028 mit einem Gesamtbetrag von 1.429.477.284 Euro teilweise vorfinanziert, mit folgender Aufteilung:

2022: 293.395.763 Euro

2023: 182.035.646 Euro

2024: 171.245.042 Euro

2025: 165.743.011 Euro

2026: 170.017.321 Euro

2027: 233.332.541 Euro

2028: 213.707.960 Euro

Insgesamt 1.429.477.284 Euro

Darüber hinaus ist es notwendig, die logistische Unterstützung zu finanzieren, die die Länder auf der Grundlage des Angebots des Hauptauftragnehmers beschlossen haben. Die jährlichen Beträge, die das Verteidigungsministerium in diesem Zusammenhang bereitstellen muss, sind:

2028: 17.858.927 Euro

2029: 20.169.398 Euro

2030: 40.324.807 Euro

2031: 28.932.392 Euro

2032: 21.152.997 Euro

2033: 17.620.342 Euro

2034: 4.453.576 Euro

Laut Chefingenieurin Lohwasser entsteht die Eurodrohne von Beginn an in einem voll digitalen Umfeld, das Entwurf, Fertigung und Nutzung umfasst. Insofern sei man ein wichtiger Pfadfinder für FCAS, der solide Grundlagen legen könne. Eine reibungslose Abwicklung des Programms ist essenziell, denn es gibt einen engen Zeitplan. Falls bis Mitte 2022 ein Vertrag zustande kommt, müsste die kritische Entwurfsüberprüfung bis Ende 2023 abgeschlossen sein und der Erstflug im zweiten Halbjahr 2027 erfolgen. Die Lieferungen der Eurodrohne (oder wie auch immer das Fluggerät dann heißt) könnten dann frühestens 2029 beginnen – etwa fünf Jahre später als ursprünglich gedacht.

Trotz der hohen Kosten und der Kritik an der falschen Auslegung der Drohne (zu schwer und komplex, zweimotorig nicht notwendig) sieht Michael Schöllhorn, Chef der Militärsparte von Airbus, eine Stärkung der strategischen Autonomie und Souveränität Europas.

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