81 Flugzeuge verloren oder beschädigt: Flugzeugverluste der USA im Krieg mit dem Iran

Flugzeugverluste der USA im Krieg mit dem Iran
81 Flugzeuge verloren oder beschädigt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.10.2026
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MQ-9 Reaper feuert AGM-114 Hellfire ab
Foto: US Air Force

Die US-Streitkräfte haben im Krieg gegen Iran bislang 81 Luftfahrzeuge vollständig eingebüßt oder beschädigt zurückbekommen. Zu diesem Ergebnis kommt Recherchedienst des US-Kongresses (CRS). Gezählt werden Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen.

Am 28. Februar 2026 griffen die USA gemeinsam mit Israel den Iran an. Gekämpft wird nach Darstellung des CRS in der Luft, auf See und mit Raketen, und zwar in der gesamten Region. Im April trat eine Waffenruhe in Kraft, die Kämpfe flauten ab. Es dauerte aber nur wenige Wochen, bis erneut geschossen wurde. Die Lage gilt weiterhin als schwer einzuschätzen.

Wie teuer der Verlust an Gerät wird, ist unklar. Das Pentagon legte am 14. September einen Bericht seines Generalinspekteurs vor, der die Ausfälle zwischen dem 1. April und dem 30. Juni untersuchte.

Die Haushaltsbehörde des Kongresses rechnet für den Stand zum 1. August mit Kosten zwischen 1,9 und 3,3 Milliarden Dollar. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt davon ab, was das Verteidigungsministerium tatsächlich nachbestellen will.

Der Großteil sind unbemannte Systeme

Von den 81 Fluggeräten entfallen 49 auf Drohnen. Den Löwenanteil stellt die MQ-9 Reaper. Drei US-Beamte räumten im August ein, dass mindestens 45 dieser Drohnen verloren gingen. Dazu kommen drei kleinere MQ-1.

Das Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte Ende Mai den Abschuss einer davon, zwei weitere sollen laut einer Meldung von Mitte September getroffen worden sein. Außerdem ist eine Aufklärungsdrohne des Typs MQ-4C Triton verunglückt, wie ein Dokument der Marine belegt.

Eigenbeschuss und Abschüsse bei Kampfjets

Unter den bemannten Flugzeugen wurden vor allem F-15E getroffen. Zwölf Jets dieses Typs tauchen in der Übersicht auf. Anfang März zerstörte Feuer eigener Kräfte über Kuwait drei Maschinen, wie CENTCOM mitteilte.

Am 5. April ging ein weiteres Flugzeug über dem Iran verloren. Hinzu kommen acht Jets, die Anfang September bei einem iranischen Schlag auf den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien nur geringe Schäden davontrugen und angeblich wieder flugfähig sein sollen.

Bei den Angriffen wurde laut Berichten, die sich auf US-Beamte berufen, auch ein Erdkampfflugzeug A-10 stark beschädigt. Eine zweite A-10 war bereits im April nach feindlichem Beschuss abgestürzt, wie der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, bestätigte. Auch eine F-35A Lightning II erlitt im März Treffer vom Boden.

Tanker und Aufklärer

Am 12. März waren zwei Tankflugzeuge KC-135 in eine Kollision verwickelt. Eines stürzte im Irak ab, das andere musste notlanden. Ein iranischer Angriff beschädigte außerdem fünf weitere KC-135 am Boden des saudischen Stützpunkts Prince Sultan. Dort wurde auch ein Frühwarnflugzeug E-3 Sentry getroffen.

Bei einer Rettungsaktion im April sprengten US-Kräfte zwei Spezialeinsatzflugzeuge vom Typ MC-130J selbst, ein Rettungshubschrauber HH-60W trug Schäden davon.

Aus dem Bericht des Generalinspekteurs stammen weitere Fälle: ein Apache-Kampfhubschrauber, der über der Straße von Hormus abgeschossen wurde, vier AH-6-Hubschrauber, die bei Rettungseinsätzen zerstört wurden, und ein MH-60.

Die Autoren betonen, dass die Zahlen keine endgültige Bilanz darstellen. Teile der Informationen sind geheim und auch der Krieg dauert an. Zudem sollen einige beschädigte Maschinen inzwischen repariert sein.