Die iranischen Revolutionsgarden haben in einer unterirdischen Einrichtung ihrer Luftwaffe Wrackteile und Flugzeugtrümmer gezeigt, die nach eigenen Angaben unter anderem von einer US-amerikanischen F-15E stammen.
Der staatliche Sender IRIB kündigte die Ausstellung, die offenbar in einem unterirdischen Stützpunkt geziegt wird, in einem kurzen Videobeitrag an. Zu sehen sind unter anderem ein Schleudersitz, ein Teil der Cockpitverglasung sowie ein Teil des Flugzeughecks.
Im April war der Verlust einer F-15E von amerikanischer Seite offiziell eingeräumt worden. Die Maschine mit dem Rufzeichen DUDE 44 wurde nach übereinstimmenden Berichten am 3. April über der bergigen iranischen Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad abgeschossen. Beide Besatzungsmitglieder retteten sich per Schleudersitz, wurden beim Absprung jedoch voneinander getrennt.
Während der Pilot bereits wenige Stunden später von einem Hubschrauber vom Typ HH-60W geborgen werden konnte, blieb der Waffensystemoffizier über 24 Stunden lang auf sich allein gestellt im Gelände zurück.
Nach US-Angaben verfolgte er von einer erhöhten Position aus iranische Truppenbewegungen und gab diese Informationen an das amerikanische Militär weiter, was gezielte Luftangriffe zu seinem Schutz ermöglicht haben soll. Insgesamt sollen mehr als 150 amerikanische Flugzeuge und Hubschrauber an den beiden Rettungseinsätzen beteiligt gewesen sein. Der Iran setzte parallel ein Kopfgeld auf die Ergreifung des vermissten Soldaten aus.

Tasnim veröffentliche Fotos des F-15-Wracks.
Weitere ausgestellte Trümmerteile
Neben dem F-15E-Wrack umfasst die Ausstellung offenbar auch Überreste weiterer amerikanischer und israelischer Luftfahrzeuge sowie abgeschossener.
Eine israelische Hermes 900 und Überreste einer US-amerikanischen MQ-9 sollen dabei sein. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, sollen etwa 30 MQ-9 zerstört worden sein. Eine Bestätigung der USA zu diesen Verlustenzahlen, gibt es keine. Abschüsse von Drohnen räumten die USA allerdigns ein.
IRGC-Sprecher Hossein Mohebbi erklärte gegenüber der Tasnim, nach dem sogenannten Zwölf-Tage-Krieg habe die Luftwaffe der Revolutionsgarden den Auftrag erhalten, ein eigenes Luftabwehrsystem zu entwickeln.
Dieses Vorhaben sei rasch umgesetzt worden. Das daraus entstandene, im Land produzierte System sei anschließend im weiteren Kriegsverlauf eingesetzt worden.
Iranischen Angaben zufolge wurden bei Vergeltungsschlägen mit Raketen und Drohnen gegen amerikanische Militärstützpunkte in der Region zahlreiche Ausrüstungsgegenstände beschädigt oder zerstört. Darunter Radaranlagen, Luftabwehrsysteme, Aufklärungsflugzeuge, Tankflugzeuge, bemannte und unbemannte Kampfflugzeuge.





