Der Abschuss einer US-amerikanischen MQ-1-Aufklärungsdrohne über dem offenen Meer hat eine Angriffswelle der USA ausgelöst.
Laut US-Zentralkommando soll der Iran eine General Atomics MQ-1 Predator zerstört haben. US-Kampfflugzeuge hätten auf den Abschuss der Aufklärungsdrohne "prompt reagiert" und griffen iranische Luftverteidigung, eine Bodenkontrollstation und zwei weitere Drohnen an, die nach Angaben des Zentralkommandos Bedrohungen darstellten.
Die Luftwaffe bombardierte außerdem Radaranlagen und Drohnenbasen in der Nähe von Geruk und auf der Insel Qeshm.
Raketen auf Kuwait
Der iranischen Revolutionsgarde zufolge habe sie daraufhin mit einem Raketenbeschuss auf Kuwait reagiert. Das Zentralkommando bestätigte, dass die Luftverteidigung zwei ballistische Flugkörper abfing.
Trotz US-amerikanischer Behauptungen, dass Teherans Streitkräfte stark geschwächt seien, hat der Iran sich damit offenbar Angriffsfähigkeiten bewahrt.
Untersuchungen des BBC zeigen außerdem, dass iranische Angriffe der vergangenen Monate mindestens 20 amerikanische Militäranlagen beschädigt haben. Das sind deutlich mehr, als die US-Regierung bislang eingestand.
BBC berichtet darüber, dass laut Analysten sogar bis zu 28 Basen in der Region getroffen worden sein könnten.
Zusätzlich verloren die USA vor Ende des Krieges eine Reihe von Flugzeugen und Drohnen. Laut einem Bericht des Forschungsdienstes des US-Kongresses vom 13. Mai verloren die USA insgesamt 42 Fluggeräte. Darunter 24 Kampfdrohnen vom Typ MQ-9A Reaper, sieben Tankflugzeuge, vier F-15E-Kampfjets sowie eine kaum ersetzbare E-3-Frühwarnmaschine.
Die Gesamtkosten der "Militäroperation" bezifferte das Pentagon auf 29 Milliarden US-Dollar. Der Kongress zeigt sich nun besorgt, ob Produktionskapazitäten und Lieferketten ausreichen, um die Verluste rechtzeitig zu ersetzen, und ob die verbliebene Flotte noch in der Lage ist, globale Einsatzanforderungen zu erfüllen.
Straße von Hormus weiter blockiert
Trotz der Angriffe hält die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran derzeit noch an. Allerdings stören israelische Angriffe gegen den Libanon immer wieder die Verhandlungen um die Öffnung der Straße von Hormus.
Die Meerenge bleibt auch nach über 90 Tagen nahezu vollständig blockiert. Trotz Andeutungen aus Washington über eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran, scheint ein anhaltendes Ende der Blockade angesichts der gegenseitigen Aggression nicht in Aussicht. Damit sind weiterhin rund 20 Prozent der globalen Ölversorgung vom Weltmarkt abgeschnitten, was auch die internationale Luftfahrtindustrie zunehmend unter Druck bringt.





