Spirit Airlines hat am 2. Mai die geordnete Einstellung des Betriebs angekündigt. Sämtliche Flüge wurden gestrichen. Am Vortrag waren Versuche von US-Präsident Donald Trump gescheitert, die Low-Cost-Airline und rund 17.000 Arbeitsplätze zu retten. Es ging um finanzielle Unterstützung im Wert von 500 Millionen US-Dollar. Die Regierung hätte dabei einen Anteil von bis zu 90 Prozent an Spirit übernehmen können.
Zwei der wichtigsten Gläubigergruppen hatten im Vorfeld bereits ihre Unterstützung für Trumps Rettungsplan signalisiert. Laut Medienberichten waren andere Geldgeber jedoch nicht mit den Bedingungen einverstanden und die Gespräche über eine Rettung wurden eingestellt.
Kerosinpreise brechen Spirit das Genick
"Im März 2026 haben wir mit unseren Anleihegläubigern eine Einigung über einen Restrukturierungsplan erzielt, der es uns ermöglicht hätte, als zukunftsfähiges Unternehmen neu durchzustarten.
Der plötzliche und anhaltende Anstieg der Treibstoffpreise in den letzten Wochen hat uns jedoch letztendlich keine andere Wahl gelassen, als eine geordnete Abwicklung des Unternehmens anzustreben. Um das Geschäft aufrechtzuerhalten, wären Hunderte Millionen Dollar an zusätzlicher Liquidität erforderlich gewesen, über die Spirit einfach nicht verfügt und die es auch nicht beschaffen konnte", so Dave Davis, Präsident und Chief Executive Officer von Spirit in einem Statement.
Spirit Airlines musste innerhalb eines Jahres zwei Mal Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen, zunächst im November 2024 und dann erneut im August 2025. Branchenkenner sehen die Ursache der Probleme im Geschäftsmodell. Die hohen Treibstoffpreise hätten die Krise noch verschärft.





