Wie Boeing heute mitteilte, hat die erste dem Serienstandard entsprechende Boeing MQ-25 Stingray auf dem MidAmerica St. Louis Airport ihre Flugerprobung aufgenommen. Der Erstflug erfolgte am 25. April und dauerte rund zwei Stunden. Dabei führte die noch nicht lackierte Maschine das Rollen, den Start, den Flug und die Landung autonom durch. Die Überwachung und Befehlseingaben erfolgten von einer MD-5 Ground Control Station des Unmanned Carrier Aviation Mission Control Systems (UCAMCS).
Als Begleitflugzeug diente unter anderem eine privat zugelassene TA-4J Skyhawk. "Der heutige erfolgreiche Flug baut auf den jahrelangen Erfahrungen mit unserem MQ-25A-T1-Prototyp auf und stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung des Programms dar", sagte Dan Gillian, Vizepräsident und Geschäftsführer von Boeing Air Dominance. "Die MQ-25A ist das komplexeste autonome System, das jemals für den Einsatz auf Flugzeugträgern entwickelt wurde, und dieser historische Erfolg bringt uns der sicheren Integration der Stingray in die Flugzeugträgerflotte einen Schritt näher."
Die MQ-25 ist zur Betankung von Trägerflugzeugen der US Navy ausgelegt und wird selbst von den Carriern aus fliegen. Damit stehen die bisher für die Aufgabe genutzten Super Hornets anderen Missionen zur Verfügung.
Trägererprobung folgt
Bei dem nun geflogenen Exemplar handelt es sich um die erste von vier Vorserieneinheiten (Engineering Development Model). Zunächst sind weitere Flugtests in Missouri vorgesehen, um die grundlegenden Flugeigenschaften zu überprüfen. Anschließend ist die Verlegung zum Erprobungszentrum der US Navy in Patuxent River, Maryland, geplant, um die MQ-25 für den Einsatz auf Flugzeugträgern zu qualifizieren.





