Mitte Mai soll die USS Gerald R. Ford (CVN-78) in ihren Heimathafen im US-Bundesstaat Virginia einlaufen. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf zwei anonym gebliebene Regierungsbeamte.
Das US-Zentralkommando postete zuletzt auf X über den Einsatz der Ford: "Die USS Gerald R. Ford (CVN 78) führt während ihrer Fahrt im Roten Meer weiterhin routinemäßige Flugoperationen durch."
Wenn die Ford Mitte Mai in den USA ankommen soll, müsste sie allerdings bald gen Heimat aufbrechen.
Ereignisreicher Einsatz
Zehn Monate war der weltgrößte Flugzeugträger bisher unterwegs. Die Ford hatte Norfolk im vergangenen Juni verlassen.
Zunächst fuhr der Träger ins Mittelmeer, danach ging es in die Karibik. Dort war die Ford am US-Angriff gegen Venezuela beteiligt. Eigentlich hätte es danach wieder nach Virginia gehen sollen.
Stattdessen musste die Ford zurück ins Mittelmeer verlegen, um von dort aus in den Anfangstagen des Iran-Kriegs eingesetzt zu werden. Danach ging es weiter ins Rote Meer.
Im März wurde der Iran-Einsatz allerdings durch ein Feuer in der Wäscherei des Schiffs zunächst pausiert. Die Ford musste wieder einmal zurück ins Mittelmeer, um auf Kreta repariert zu werden.
Hunderte Besatzungsmitglieder verloren aufgrund des Brandes zeitweise ihre Schlafplätze. Zuvor hatte es bereits massive Probleme mit den Toilettenanlagen der Ford gegeben. Die Stimmung an Bord soll Berichten zufolge entsprechend schlecht gewesen sein.
Drei Träger in der Region
Derzeit sind drei amerikanische Flugzeugträger gleichzeitig im Zuge des Iran-Krieges im Einsatz. Neben der USS George W. Bush (CVN-77), die Ende März von Norfolk aufgebrochen war und Afrika umrundet hat, sind die USS Abraham Lincoln (CVN-72) und die Ford vor Ort.
Von den zwölf Trägern der US Navy sind die übrigen neun nicht im Einsatz. Die Eisenhower (CVN-69) hat gerade eine Werftperiode abgeschlossen, die Roosevelt (CVN-71) läuft gerade aus San Diego aus, die Washington (CVN-73) liegt in Japan.
Vinson (CVN-70), Truman (CVN-75), Reagan (CVN-76) und zwei weitere Schiffe befinden sich in verschiedenen Wartungs- oder Werftphasen, darunter die Stennis (CVN-74), die seit 2021 generalüberholt wird. Die Nimitz ist auf dem Rückweg nach Norfolk und soll nach jahrzehntelangem Dienst endgültig außer Betrieb gehen.
Ihre Nachfolgerin, die USS John F. Kennedy (CVN-79), verzögerte sich so lange, dass die Nimitz kurzfristig reaktiviert werden musste, um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl von elf einsatzbereiten Trägern zu erfüllen.












