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Eine A400M der Luftwaffe hat am 13. März 2021 eine Heron 1 von IAI in Israel abgeholt und nach Afghanistan gebracht, um eine abgestürzte Maschine zu ersetzen. Luftwaffe

Luftwaffe: Ersatz-Heron 1 für Afghanistan mit A400M eingeflogen

A400M der Luftwaffe holt UAV in Israel ab Ersatz-Heron 1 für Afghanistan

Eine A400M der Luftwaffe hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Heron-1-Drohne vom Flughafen Ben Gurion nach Masar-i-Scharif gebracht. Damit stehen wieder zwei Fluggeräte zur Verfügung.

Die neue Heron 1 ist der Ersatz für eine am 5. März abgestützte Maschine. "Um 04:45 Uhr MEZ kam es zum kontrollierten Absturz einer Heron 1 in freiem Gelände 40 km östlich von Masar-i Scharif. Vermutete Ursache ist ein technischer Defekt" hieß es damals. Das sicherheitsrelevante Material wurde durch deutsche Kräfte an der Absturzstelle geborgen und das Luftfahrzeug unbrauchbar gemacht.

Zuvor war am 16. November 2020 eine Heron 1 in Afghanistan verloren gegangen. Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung sagte damals im Bundestag "Nach unseren bisherigen Erkenntnissen kam es zu einem Triebwerksausfall. Die Entfernung vom Standort Masar-i-Scharif war zu weit, um die Drohne zurückführen zu können. Deswegen wurde ein Notlandeplatz gesucht und mithilfe von Karten und mithilfe der bordeigenen Kamera der Drohne auch identifiziert. Diese Drohne wurde dann auf unbewohntem Gebiet gelandet, um mögliche Risiken für Dritte auszuschließen".

Die Heron 1 werden von der Bundeswehr gemietet und von der Airbus Defence and Space Airborne Solutions GmbH vor Ort betreut. Grundsätzlich werden Starts und Landungen der Heron 1, wie vertraglich vereinbart, von den Piloten des zivilen Vertragspartners durchgeführt. Nach dem Start wird das Luftfahrzeug dann in einer Höhe von 300 Metern über Grund übergeben. Der Missionsflug selbst wird dann von den Soldaten bzw. Piloten des deutschen Einsatzkontingents Resolute Support durchgeführt. Vor dem Landeanflug erfolgt wiederum eine Rückübergabe an den zivilen Vertragspartner.

Damals sagte das Verteidigungsministerium auch, dass "der Einsatz von zurzeit nur 2 Luftfahrzeugen aus operationeller Sicht derzeit als ausreichend bewertet" wird. "Da das Deutsche Einsatzkontignent RS (Resolute Support) die Dauerpräsenz in Kunduz beendet hat, muss dieser Raum nicht mehr so ausgiebig wie bisher aufgeklärt werden. Die zum Schutz der Soldatinnen und Soldaten im Einsatzland derzeit erforderliche Aufklärungsleistung kann somit mit den verbliebenen zwei Remotely Piloted Aircraft und unter Nutzung anderer Aufklärungsmittel zurzeit gewährleistet werden"

Die Heron 1 haben in Afghanistan seit April 2002 über 50000 Flugstunden geleistet. Das System soll "ab Mitte 2021" von der Heron TP abgelöst werde.

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