Ägypten zeigt seine Luftwaffe - Die größte Luftmacht der Region ist sonst gut versteckt

Sonst gut versteckt: Die größte Luftmacht der Region
Ägypten zeigt seine Luftwaffe

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.09.2026
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Vom 8. Bis 10. September fand die Egypt International Airshow auf dem Flughafen von El Alamein statt. Wie die erste Ausgabe 2024 konnte die Messe auch in diesem Jahr einige Premieren aufweisen. So schickte China erstmals Militärmaschinen von Einsatzeinheiten auf eine internationale Veranstaltung, und Russland zeigt erstmals öffentlich die Suchoi Su-57 in der Region. Aufgrund der aktuellen Lage verzichteten die arabischen Nationen jedoch auf das Entsenden von Kampfflugzeugen und -hubschraubern, wie sie es noch 2024 getan hatten. Die Lücken im Static Display füllten die Gastgeber mit Mustern, die man sonst kaum zu sehen bekommt.

Die Präsenz der ägyptischen Luftwaffe auf der Show war zumindest am Boden deutlich größer als noch 2024. Bei den Kampfjets waren je zwei Dassault Rafale, Lockheed Martin F-16C und Mikojan MiG-29M2 sowie eine Dassault Mirage 2000 vertreten. Die Kampfhubschrauber repräsentierten je eine Kamow Ka-52 und Mil Mi-24 sowie ein Boeing AH-64 Apache. Bei den Transportern waren mehrere Lockheed C-130 Hercules und Airbus C295 zu sehen. Aber auch eine Gulfstream IV, Beech 1900 und Antonow An-74 bereicherten die statische Ausstellung.

Seltene Oldies

Besonders erfreut waren Luftfahrtfans über Typen, die bei anderen Armeen längst im Ruhestand sind. Dazu zählen die Sud Aviation Gazelle, Westland Sea King und Trainer wie Dassault/Dornier Alpha Jet und Embraer Tucano. Normalerweise ist in Ägypten das Fotografieren von militärischem Gerät streng verboten – wenn man denn überhaupt in die Nähe kommt. Die meisten Flugplätze liegen in Wüstengegenden und sind weiträumig abgeschirmt. Daher bot die Airshow in El Alamein eine einzigartige Gelegenheit, die sich einige Flugzeugfans aus der ganzen Welt nicht entgehen ließen.

Als ob die gebotene Vielfalt nicht genug ist, verfügt Ägypten noch über weitere rare Maschinen, die nicht zu sehen waren. Dazu gehört die Grumman E-2 Hawkeye, Iljuschin Il-76 oder die Kaman SH-2 Seasprite. Aber vielleicht bietet sich ja in zwei Jahren hier die Gelegenheit.