Alle drei US-Bomber im Einsatz - B-52H fliegen Iran-Angriffe von Europa aus

US-Luftangriffe auf den Iran gehen weiter
USAF verlegt B-52 Stratofortress nach Europa

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.03.2026
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Aktuell sind acht B-1B Lancer ins britische Fairford verlegt, um von dort aus Missionen über dem Iran zu fliegen. Nun hat die US Air Force auch Exemplare der Boeing B-52H hinterhergeschickt. Am 9. März landeten drei der Bomber auf der Basis in Großbritannien. Sie trugen das Callsign Hooky21 und waren vermutlich von der Minot Air Force Base in North Dakota gestartet. Dort ist das 5th Bomb Wing beheimatet.

Die über 60 Jahren alten Bomber kommen schon seit mindestens dem 4. März bei der Operation Epic Fury zum Einsatz. Vom US Central Command veröffentlichte Fotos und Videos zeigen die mit AGM-158-Abstandsflugkörpern bewaffneten Bomber. Die Joint Air-to-Surface Standoff Missile (JASSM) verfügt über eine Reichweite von mindestens 350 Kilometer. Dies erlaubt den Einsatz der B-52H aus relativ sicherer Entfernung, da sie nicht über Stealth-Merkmale wie die B-2 Spirit oder eine hohe Geschwindigkeit wie die B-1 Lancer verfügt. Zudem scheint die iranische Luftabwehr deutlich geschwächt.

Ob noch weitere Stratofortress nach Europa folgen, ist derzeit nicht bekannt. Da bisher die Missionen immer mit drei Maschinen stattfinden, dürfte mindestens ein weiteres Flugzeug als Back-up über den Atlantik kommen.

Alle Bomber-Typen zeitgleich im Einsatz

Damit kommen vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte der USAF alle drei Muster zeitgleich zum Einsatz. Laut CENTCOM-Kommandeur Admiral Brad Cooper haben die B-1, B-2 und B-52 in den ersten 72 Stunden der Operation zusammen 200 Ziele bekämpft. Erst seit dem 7. März hatte die britische Regierung ihre Zustimmung zur Nutzung der US-Basen auf der Insel für die Angriffe gegeben. Zuvor hatten die Bomber ihre Missionen von den USA aus durchgeführt.

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Ältestes aktives Muster

Die letzte B-52H wurde schon im Jahr 1962 ausgeliefert. Dennoch überlebt der Dinosaurier seine beiden Bomber-Partner deutlich: Mit neuen Triebwerken und moderner Avionik soll die B-52J bis weit in die 2050er Jahre in Dienst bleiben. Dann stehen B-1B und B-2A schon lange im Museum.