Die schwedischen Streitkräfte modernisieren ihre Kampfflugzeuge der Gripen-Baureihe C/D mit leistungsfähigeren Triebwerken. Der britische Rüstungszulieferer GKN Aerospace hat das erste überarbeitete RM12-Triebwerk an die Schweden ausgeliefert.
Das Upgrade ist Teil eines 400 Millionen Kronen (37 Millionen Euro) schweren Modernisierungsprogramms, das den Jets längere Einsatzzeiten und bessere Effizienz bescheren soll. "Das erste Triebwerk mit verbesserter Leistung ist ein wichtiger Schritt vorwärts bei der Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Ausdauer des Gripen-Systems", erklärte Stefan Oscarsson, Vice President Governmental Solutions bei GKN Aerospace.
Modernisierungspakete mit konkreten Verbesserungen
Die sogenannte RM12EP-Modernisierung (Enhanced Performance) beinhaltet den Einbau verbesserter Turbinen-Hardware sowie aktualisierte Motorsteuerungssoftware. Diese Änderungen sollen die Schubkraft erhöhen und gleichzeitig die Betriebsdauer verlängern und die Lebenszykluskosten senken.
Das Programm wird in Trollhättan im Süden Schwedens durchgeführt, wo GKN Aerospace das Triebwerk entwickelt, produziert und wartet. Zusätzlich entwickelt und produziert das Unternehmen dort auch das neuere RM16-Triebwerk, das in der Gripen E/F verbaut ist.
Weitere Triebwerke folgen planmäßig
Weitere aufgerüstete Triebwerke sollen der Luftwaffe nach Plan laufend zugeliefert werden. Das RM12EP-Programm läuft bereits seit 2019 und ist Teil der langfristigen Bemühungen der Schweden, die Gripen C/D als modernes und kostengünstiges Kampfflugzeug zu erhalten.
Die schwedische Luftwaffe verfügt über 94 Kampfjets der älteren C/D-Varianten, 71 einsitzige und 23 zweisitzige Trainer. Diese Flugzeuge sind seit 2004 in Dienst und werden schrittweise durch neuere Gripen-E-Modelle ergänzt. Eine vollständige Ablösung ist erstmal nicht geplant. Die C/D-Flotte soll noch mehrere Jahre parallel zu den neuen Jets fliegen.





