Dassault Aviation hat im vergangenen Jahr 26 Rafale-Mehrzweckkampfjets übergeben und damit sein selbst gestecktes Ziel um eine Maschine übertroffen. Die Bilanz fällt deutlich besser aus als 2024, als der Konzern 21 Exemplare auslieferte.
Die Verteilung 2025 zeigt die wachsende Exportbedeutung des Programms. 15 Maschinen gingen an ausländische Streitkräfte, während die französische Luftwaffe 11 Jets erhielt. Drei Flugzeuge gingen an Ägypten. Das Land war 2015 der erste Exportkunde des Flugzeugs.
Eine der Export-Maschinen ging bereits im Januar 2025 an Griechenland. Damit schloss Dassault die Lieferungen an Griechenland ab. Ebenfalls im Januar wurde die erste Maschine an die Vereinigten Arabischen Emirate übergeben.
Der Auftragsbestand blieb mit 220 noch nicht ausgelieferten Rafales stabil. Davon entfallen 175 auf internationale Abnehmer und 45 auf französische Bestellungen.
Die Gesamtzahl der 2025 verkauften Rafale-Jets lag bei 26 Einheiten, leicht unter dem Vorjahreswert von 30. Trotz dieses Rückgangs bleibt die Auftragslage robust genug, um die Produktionslinien in den kommenden Jahren auszulasten.

Die Rafale erfreut sich nicht nur in Frankreich, sondern auch auf dem Exportmarkt anhaltender Beliebtheit.
Indien sicherte sich trägergestützte Variante
Den bedeutendsten Einzelauftrag des Jahres 2025 platzierte die indische Marine. Sie orderte 26 Exemplare der trägergestützten Version Rafale M. Selbst erhalten hat Indien im vergangen Jahr allerdings keine Rafale.
Die Bestellung der indischen Marine hat besondere strategische Bedeutung. Die Rafale M ist speziell für den Einsatz von Flugzeugträgern konzipiert und ergänzt die bereits von der indischen Luftwaffe betriebenen landgestützten Rafale-Varianten. Mit diesem Auftrag wird Indien zu einem der wenigen Länder, die beide Versionen des französischen Kampfjets fliegen.
Die Rafale hat sich mittlerweile als einer der erfolgreichsten europäischen Kampfjets etabliert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten auf dem Exportmarkt in den 2000er Jahren konnte Dassault in den vergangenen Jahren Kunden in Ägypten, Katar, Indien, Griechenland, Serbien und Kroatien gewinnen. Auch die Ukraine will gerne die französischen Jäger in die Flotte aufnehmen. In diesem Jahr soll zudem ein Deal mit dem Irak über 14 Rafale geschlossen werden. Beide Verkäufe sind allerdings noch nicht in trockenen Tüchern.





