Mit insgesamt 53 bestellten Exemplaren ist Deutschland der größte Kunde für den Airbus A400M. Nach einem problematischen Karrierestart bewährt sich der moderne Turboprop-Transporter zunehmend im Einsatz bei der Bundeswehr.
Am 5. Februar schwebte die frisch ausgelieferte 52. A400M auf dem Fliegerhorst Wunstorf ein. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen 54+62 war zuvor im Airbus-Werk Sevilla gestartet, wo sich die Endmontagelinie für die A400M befindet. Wie das Lufttransportgeschwader (LTG) 62 mitteilte, saß Kommodore Oberst Martin Knoll beim Überführungsflug selbst am Steuer der A400M, die Anfang Juni des vergangenen Jahres in Sevilla zum Erstflug gestartet war. Im Normalfall werden die Auslieferungsflüge von speziell ausgebildeten Besatzungen der Versuchsgruppe des Geschwaders übernommen.
Das Kennzeichen 54+62 ist für die A400M-Flotte untypisch, sind die ersten 50 Flugzeuge für die Luftwaffe doch systematisch durchnummeriert – von der ersten A400M 54+01 (Auslieferung Dezember 2014) bis zur 50. Maschine 54+50 (Auslieferung im August 2025). Die Zahl 54 vor dem Eisernen Kreuz ist bei der Luftwaffe dem Flugzeugtyp A400M zugeordnet.
Traditionskennzeichen als Hommage
Bereits beim 51. Airbus-Militärtransporter hatte die Bundeswehr diese Nomenklatur jedoch geändert: Die im November des vergangenen Jahres übernommene Maschine fliegt mit der taktischen Kennung 54+61 – die 53. und letzte A400M, deren Auslieferung für später in diesem Jahr auf dem Plan steht, wird als 54+63 ihren Dienst antreten.
Damit soll laut Luftwaffe an die einst drei Lufttransportgeschwader 61, 62 und 63 erinnert werden, von denen heute nur noch das LTG 62 in Wunstorf existiert. Das LTG 61 in Landsberg am Lech (Bayern) war bereits am 31. Dezember 2017 aufgelöst worden, das LTG 63 in Hohn (Schleswig-Holstein) Ende 2021. "Seit über zehn Jahren ist das LTG 62 mit den A400M im weltweiten Einsatz und zeigt dort immer wieder welche wichtigen Fähigkeiten wir der Bundeswehr und den internationalen Partnern bereitstellen können", erklärte LTG 62-Kommodore Knoll gegenüber der Militär-Fachzeitschrift Hardthöhenkurier. "Mit den drei Traditionsmaschinen verdeutlichen wir dabei aber auch, dass wir uns an unsere Wurzeln und die jahrzehntelangen Leistungen aller Transportgeschwader erinnern."
Die letzte deutsche A400M fliegt schon
Die 54+62 trägt die Seriennummer MSN 146 und ist die zweite A400M, die Airbus im Jahr 2026 an einen Kunden auslieferte. Die erste war Mitte Januar an die französische Armée de l'Air gegangen. Auch die finale A400M für die Luftwaffe, MSN 147, ist bereits flügge: Sie hob bereits am 23. Juli 2025 erstmals ab und befindet sich aktuell in Sevilla in der Erprobung.





