in Kooperation mit

Deutsche Soldaten erstmals in Israel stationiert

Luftwaffe startet Heron-TP-Ausbildung

IAI Heron TP im Flug Foto: IAI

In Israel haben die ersten Crews der Luftwaffe ihre Ausbildung auf dem unbemannten Aufklärungsflugzeug Heron TP begonnen.

Der Lehrgang auf der israelischen Luftwaffenbasis Tel Nof duaert acht Wochen. Geschult werden die Soldaten dabei auschliesslich in der Aufklärungsrolle, denn eine Bewaffnung haben die von der Luftwaffe gemieteten Heron TP vorerst nicht.

Dennoch stellt der Heron TP für die Luftwaffe eine spürbare Verbesserung dar. Mit der – im Vergleich zur bislang genutzten Heron 1 – weitaus besseren Aufklärungstechnik, einer Flughöhe von über 12000 Metern sowie einer – abhängig von den Rahmenbedingungen – verdoppelten Einsatzzeit im Zielgebiet stärkt Heron TP die Aufklärungsmöglichkeiten deutlich.

Zum Ausbildungsstart fand auf dem militärischen Flugplatz Tel Nof südlich von Tel Aviv eine Auftaktveranstaltung statt, an der von deutscher Seite der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“, Oberst Kristof Conrath, teilnahm.

Heron TP: Luftwaffen-Schulungs-Patch Foto: Luftwaffe/Francis Hildemann
„Red Baron“ – Roter Baron, so haben die Israelis die Kooperation mit der Luftwaffe getauft.

Sein Verband im schleswig-holsteinischen Jagel ist für System und Crews verantwortlich und wird zudem ein kleines deutsches Verbindungselement auf der israelischen Luftwaffenbasis stellen, welches die Soldaten während der Ausbildung künftig unterstützt.„Der Start dieser ersten Ausbildung stellt einen weiteren Meilenstein in der erprobten und gut eingespielten Zusammenarbeit mit der israelischen Luftwaffe dar. Das Training ist nötig, um das System künftig in Einsätzen, beispielsweise in Afghanistan oder Mali, einsetzen zu können“, so Conrath.

Heron TP werden von Airbus gemietet

Nach derzeitigem Stand sind je zwei Lehrgänge in 2019 und 2020 geplant, weitere Durchgänge für deutsche Soldaten sollen in den Jahren 2021 und 2022 folgen. Dieses Aufgabenfeld stellt, neben den Tätigkeiten als Jetpilot oder in der Transportfliegerei, die dritte Säule des Berufsbildes Fliegerischer Dienst in der Luftwaffe dar. Auch die hier tätigen Piloten erwerben zunächst eine Pilotenlizenz. Sie werden aber nach der Grundschulung nicht in eines der bemannten Flugzeuge der Luftwaffe steigen, sondern dann weiter zum Drohnen-Piloten ausgebildet werden.

Die erste Heron TP soll Ende 2019 mit einer deutschen Kennung zur Verfügung stehen. Fünf Fluggeräte und vier Bodenstationen wird die Firma ADAS (Airbus Defence & Space Airborne Solutions) beim israelischen Hersteller IAI (Israeli Aerospace Industries) bestellen und nach deutschen Vorgaben anpassen lassen. Heron TP wird nicht gekauft, sondern mit einem Dienstleistungsvertrag zur Verfügung gestellt, der auch die zeitgerechte Wartung und Durchführung von Reparaturen beinhaltet.

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