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Die gemieteten Heron 1 waren seit 2010 in Afghanistan im Einsatz. Bundeswehr

Heron 1 der Luftwaffe aus Afghanistan zurück

Ein Jahrzehnt am Hindukusch Heron 1 aus Afghanistan zurück

Im Rahmen des Abzugs aus Afghanistan ist auch der Einsatz der Aufklärungsdrohnen Heron 1 beendet, die seit 2010 über 4400 Flüge am Hindukusch durchgeführt haben.

Der Einsatz wurde sowohl unter dem ISAF-Mandat als auch unter dem RS-Mandat ab 2015 durchgeführt. Der letzte Einsatzflug war bereits am 27. April 2021, wie die Luftwaffe am Montag anlässlich eines Rückkehrer-Appells beim Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel mitteilte.

Die gemieteten Heron 1 erreichten in Afghanistan über 50000 Flugstunden, wobei mehr als 40000 Stunden Videomaterial produziert, ausgewertet und die Ergebnisse der Operationsführung zur Verfügung gestellt wurden.

Erst Tornado, dann Heron 1

Die "Immelmänner" waren aber auch schon vor dem Heron-Einsatz in Afghanistan, und zwar seit 2007 durchgehend. Angefangen hatte die Einsatzverpflichtung für den Verband mit dem Einsatz der Recce Tornados bis 2010. In dieser Zeit wurden in fast 4600 Flügen über 50000 Luftbilder erzeugt und durch die Spezialistinnen und Spezialisten der Luftbildstaffel vor Ort ausgewertet.

Allein die Angehörigen der Luftbildstaffel des Geschwaders haben in den vergangenen 14 Jahren dabei knapp 44000 Einsatztage in Afghanistan gedient und mit ihren Bildauswertungen einen entscheidenden Anteil für das Lagebild der Operationsführung vor Ort geleistet und zum Schutz der eigenen Kräfte beigetragen.

Neben den Luftfahrzeugbesatzungen Tornado und Heron 1, dem Technikpersonal Tornado, den Luftbildauswertern und Technikern, war auch Personal des Flugbetriebes und der Flugberatung, inklusive der Flugverkehrskontrolloffiziere, sowie allen anderen Spezialisten, die in einem Einsatzgebiet benötigt werden, während dieser Zeit im Einsatz.