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Entwicklung des Tankers

Boeing KC-46: Pannen treiben Kosten

Mit der Entwicklung des KC-46-Tankers für die US Air Force hat Boeing nichts als Ärger. Milliardenabschreibungen und Verzögerungen sind schlecht fürs Image.

Manchmal kann man gar nicht so dumm denken, wie es dann kommt: Weil die bei einem Vibrationstest am Boden statt Kraftstoff benutzte Flüssigkeit nicht den Vorschriften entsprach und ihre korrodierende Wirkung in den Tanks und Leitungen entfaltete, stehen bei der ersten KC-46A nun penible Checks und der Austausch von betroffenen Komponenten an. Der bereits zu Jahresbeginn fällige Erstflug verzögerte sich damit auf September.

Die Panne folgt auf Designprobleme wie solche mit Verbindungsstücken im komplexen Kraftstoffsystem, die den Drucktest nicht bestanden, und falscher Verkabelung. Boeing musste daher für die angeblich so simple Umwandlung der 767 in einen Tanker weitere 835 Millionen Dollar vor Steuern (725 Mio. Euro) abschreiben. Immerhin konnten im August mit dem Testmodell 767-2C die Flattertests mit montiertem Ausleger und Cobham-Schlauchbehältern abgeschlossen werden. Zeitliche Reserven für die vertraglich garantierte Auslieferung von 18 KC-46 bis August 2017 gibt es nicht mehr.

FLUG REVUE Ausgabe 10/2015

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