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Eröffnung der MAKS in Schukowski

Putin zeigt Erdogan die Suchoi Su-57

Foto: UAC

Beim F-35-Programm wurde die Türkei von den USA ausgebootet – nun sehen sich die Türken nach Alternativen um. Russlands Präsident Putin stellte seinem türkischen Amtskollegen Erdogan am Eröffnungstag der MAKS die Su-57 vor. Doch auch andere Maschinen weckten Erdogans Interesse.

Kauft die Türkei Su-57? Oder doch eher Su-35? Womöglich sogar beides? Eine klare Ansage zum Thema gab es aus türkischen Regierungskreisen bislang nicht. Doch nach dem Rauswurf der Türkei aus dem F-35-Programm wittern die Russen mehr denn je ihre Chance auf den nächsten großen Deal – schließlich hat die Türkei bereits das russische Flugabwehrsystem S-400 gekauft, an dem sich der Streit mit den USA, der im Ende der F-35-Partnerschaft gipfelte, erst so richtig entzündet hat. Da der im eigenen Land entwickelte Turkish Fighter noch einige Jahre auf sich warten lässt und man mit der F-35 nicht mehr rechnen kann, sucht man in Ankara nach einem Plan B. Und der könnte tatsächlich den Russen in die Karten spielen. Politisch suchen Moskau und Ankara jedenfalls seit Längerem die Nähe zueinander.

Suchoi Su-57. Foto: OAK
Russland will der Türkei die Su-57 als Ersatz für den geplatzten F-35-Deal schmackhaft machen.

Putin und Erdogan auf MAKS-Messetour

So überraschte es wenig, dass am Tag der Eröffnung des Moskauer Aerosalons in Schukowski die Präsidenten Putin und Erdogan gemeinsam über das Gelände flanierten – und Putin seinem Amtskollegen sowohl die Su-35 als auch die Su-57 aus nächster Nähe präsentierte. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax setzt die russische Regierung große Hoffnung in die MAKS, was den Export von Kampfjets in die Türkei anbelangt. Die Aussichten für einen Verkauf von Fightern an die Regierung Erdogan hingen stark von der Show ab, zitiert Interfax den Stellvertretenden Russischen Ministerpräsidenten Juri Borissow. Bereits im Vorfeld der MAKS hatte der Kreml angekündigt, in Schukowski erstmals die Exportversion der Su-57, die Su-57E, vorzustellen. Die Türkei hatte zuletzt sowohl an Russlands Stealth-Kampfjet als auch an der konventionell konstruierten Su-35 Interesse bekundet.

Foto: United Aircraft Corporation
Die Irkut MS-21 könnte irgendwann auch in der Türkei gebaut werden - und für türkische Airlines zur Alternative für die Boeing 737 MAX avancieren.

MS-21 für die Türkei?

Doch auch in der zivilen Luftfahrt suchen Russland und die Türkei offenbar den Schulterschluss. Zumindest inspizierten Putin und Erdogan auf der MAKS ausgiebig die im Static Display ausgestellte Irkut MS-21, sowie die Hubschrauber Kamow Ka-62 und Mil Mi-38, von dem in Schukowski erstmals ein Serienexemplar gezeigt wird. Insbesondere die MS-21 könnte für türkische Airlines interessant sein, nachdem Präsident Erdogan im Zuge des eskalierten F-35-Streits im Juli ankündigte, Bestellungen für mehr als 100 Boeing-Jets zu stornieren. Hinter vorgehaltener Hand wird bereits seit einiger Zeit über einen möglichen Bau der MS-21 in der Türkei spekuliert. Immerhin hatten die russische United Aircraft Corporation und der türkische Staatskonzern Turkish Aerospace Ende 2017 auf der Dubai Air Show ihre Absicht erklärt, auf dem Sektor der Zivilluftfahrt enger zusammenzuarbeiten.

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