Die US Navy hat zum ersten Mal eine F-35C von einem Flugzeugträger der Ford-Klasse aus gestartet und dort landen lassen. Die Testflüge laufen seit dem 13. Oktober an Bord der "John F. Kennedy" (CVN-79).
Der erste Katapultstart folgte am 14. Oktober. Geflogen wird mit Maschinen der Erprobungsstaffel VX-23, die auf der Naval Air Station Patuxent River stationiert ist.
Die Navy zeigte Aufnahmen von mindestens zwei Flugzeugen mit den Kennungen 401 und 403. Sie wurden per elektromagnetischem Katapult EMALS beschleunigt und beim Aufsetzen vom ebenfalls elektromagnetischen Fangsystem AAG abgebremst.
Die Flüge sind Teil der Compatibility-Tests, die jeder neue Träger durchlaufen muss.
Neun Jahre nach der Indienststellung
Die "Gerald R. Ford" (CVN-78), das erste Schiff der Ford-Klasse, wurde schon 2017 übernommen. Ihre Luftgruppe besteht bis heute aus F/A-18E/F und EA-18G, die F-35C fehlt. Auf den älteren Trägern der Nimitz-Klasse ist sie dagegen seit rund sechs Jahren im Einsatz. Erste Tests liefen dort ab November 2014 auf der "Nimitz".
Als Ursache für die Verspätung gilt die vom Kongress gesetzte Kostenobergrenze für das Ford-Programm. Um im Budget zu bleiben, verschob die Navy zahlreiche Erprobungsprogramme.
Streit um die Zukunft der Klasse
Die "Kennedy" soll 2027 an die Flotte gehen. Probleme bei Teilsystemen, vor allem beim Katapult, und die verspätete Indienststellung haben der Ford-Klasse Kritik im In- und Ausland eingebracht.
Im August beauftragte Präsident Donald Trump eine 60-tägige Untersuchung, ob die "Doris Miller" (CVN-81) und die folgenden Schiffe wieder mit Dampfkatapulten und hydraulischen Fangseilen wie bei der Nimitz-Klasse gebaut werden sollen.
Dass es dazu kommt, gilt als unwahrscheinlich. Ein so später Konstruktionswechsel würde den Bau verteuern und verzögern, obwohl die Navy schon jetzt Mühe hat, genug Schiffe einsatzbereit zu halten. Sie bestellt weiterhin Bauteile mit langer Lieferzeit für künftige EMALS-Anlagen.





