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Fighter-Wettbewerb angekündigt

Kanada will F/A-18E/F als Zwischenlösung

Die kanadische Regierung will vorerst keine F-35 kaufen. Stattdessen gibt es einen Wettbewerb und als Zwischenlösung wahrscheinlich die Super Hornet von Boeing.

Eine Zwischenlösung sei der beste Weg, um sicherzustellen, dass Kanada ein glaubwürdiger und verlässlicher Verbündeter der USA und der NATO bleibe, sagte Verteidigungsminister Harjit S. Sajjan am Dienstag in Ottawa. Neue Flugzeuge sind dringend nötig, da man mit den 77 verbliebenen CF-18 Hornet die Verpflichtungen gegenüber NORAD (gemeinsame Luftraumsicherung Nordamerikas mit den USA) und der NATO schon seit einigen Jahren nicht mehr erfüllen könne.

Geplant ist, „sofort“ mit Boeing und der amerikanischen Regierung die Beschaffung von 18 F/A-18E/F auszuloten. Sie würden für eine Übergangzeit benötigt. Voraussetzung sei allerdings, dass die „Kosten, der Zeitrahmen und die Leistungsfähigkeit akzeptabel“ sind.

Wettbewerb statt F-35-Beschaffung

Parallel zu der Super-Hornet-Beschaffung soll ein „offenes und transparentes“ Wettbewerbsverfahren durchgeführt werden, um die CF-18-Flotte zu ersetzen. Dieses kann erst nächstes Jahr beginnen, nachdem eine Überprüfung der Verteidigungspolitik abgeschlossen ist. Für das Auswahlverfahren werde man sich Zeit nehmen, so Verteidigungsminister Sajjan. Eine Entscheidung könnte sich daher bis über die jetzige Legislaturperiode der Regierung Justin Trudeau hinaus hinziehen. Lieferungen sind nicht vor Mitte der 2020er-Jahre zu erwarten.

Trudeau hatte versprochen, die F-35 nicht zu kaufen, obwohl Kanada von Beginn an Partner in dem Programm ist. Das will man bis zu einer endgültigen Beschaffungsentscheidung auch bleiben. Schließlich profitieren etwa 110 kanadische Firmen bereits durch Aufträge in Höhe von 750 Millionen Dollar vom JSF-Programm.

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