Lockheed Martin F-35B Lightning II des US Marine Corps. Lockheed Martin
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Alle F-35 waren zusammen 500.000 Stunden in der Luft

Meilenstein Eine halbe Million Flugstunden für die F-35-Flotte

Die Zahl der gebauten Exemplare des Tarnkappen-Kampfjets F-35 steigt rasant. Immer mehr Nationen entscheiden sich für den US-Fighter, auch Deutschland wird ihn beschaffen. Derweil haben die bereits aktiven F-35 nun eine wichtige Flugstunden-Zielmarke geknackt.

Ihre Entwicklung verschlang horrende Summen, ihre Wartung ist zu teuer, ihre Triebwerke verschleißen zu früh, und auch sonst ist der modernste Kampfjet made in USA längst noch nicht frei von Mängeln und Kinderkrankheiten. Eines aber ist die Lockheed Martin F-35 trotzdem schon jetzt: ein Jahrhundertgeschäft. Auf absehbare Zeit wird sie das Standard-Kampflugzeug zahlreicher NATO-Staaten und verbündeter Nationen sein – oder ist es bereits jetzt schon.

Lockheed Martin F-35A "Elephant Walk" auf der Hill AFB im Januar 2020
USAF
Bis Anfang 2022 hatte Lockheed Martin 750 F-35 ausgeliefert. Über 400 davon stehen aktuell bei den US-Streitkräften im Einsatz.

Deutschland will nachziehen

Neben der US Air Force, der US Navy und den US Marines setzen aktuell Australien, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, die Niederlande und Norwegen den Stealth Fighter ein. Bei weiteren Staaten, wie etwa Dänemark, ist die Einführung der F-35 kürzlich angelaufen. Zwar hat mit Südkorea ein weiterer Nutzer nach einem Landeunfall Anfang 2022 seine F-35 bis auf Weiteres gegroundet, dennoch fliegt das Programm derzeit mehr denn je auf Erfolgskurs. Die vergangenen Ausschreibungen für den Kauf neuer Kampfflugzeuge hat Lockheed Martin mit der F-35 fast durch die Bank für sich entschieden – die Schweiz, Finnland und Kanada werden bald ebenso F-35 fliegen, wie voraussichtlich auch Deutschland.

Das Pentagon ist unzufrieden

Mit Stand Ende Januar 2022 hatte Lockheed Martin weltweit 750 Exemplare seines Tarnkappenjets ausgeliefert – 142 davon allein im vergangenen Jahr. Der Klarstand der globalen Flotte bessert sich laut Hersteller zusehends, die Betriebskosten sinken – auch wenn die US-Streitkräfte nach eigenem Bekunden längst noch nicht zufrieden damit sind. Wohl vor allem aus diesem Grund will das Pentagon im Geschäftsjahr nur 61 der ursprünglich geplanten 94 F-35 aller Varianten abnehmen. Derzeit liegt die Einsatzbereitschaft laut Hersteller bei 80 Prozent.

Kampfflugzeuge

Eine halbe Million Stunden

Nichtsdestotrotz hatte Lockheed Martin gestern einen wichtigen Meilenstein zu vermelden: "Die globale F35-Flotte hat die Zielmarke von einer halben Million Flugstunden erreicht und unterstreicht damit den Erfolg und den kontinuierlichen Fortschritt des Programms", teilte der Rüstungskonzern mit.

Die insgesamt 500.000 Stunden in der Luft verteilen sich laut Hersteller auf alle Jets "der Test-, Trainings- und Einsatzflotte". Der Hersteller dankte allen Menschen, die an dem Erfolg beteiligt waren – vom Ingenieur bis zum Arbeiter am Fließband, Mitwirkenden aus den Partnerländern sowie Wartungstechnikern und den Piloten. Die F-35 habe während der erflogenen 500.000 Stunden ihre Stärken unter Beweis gestellt, und werde "auch in den kommenden Flugstunden entscheidende Fähigkeiten liefern", so Lockheed Martin.

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