Ein kasachisches Kampfflugzeug vom Typ Su-30SМ ist gestern in der Karaganda-Region in Zentralkasachstan bei einem Trainingsflug abgestürzt. Das teilte das kasachische Verteidigungsministerium in einer Stellungnahme mit.
Besatzung erfolgreich gerettet
Laut der offiziellen Mitteilung konnten die beiden Piloten rechtzeitig den Schleudersitz betätigen und überlebten den Absturz. Das Ministerium erklärte, keine Bedrohung für Leben und Gesundheit der Piloten bestehe. Sie befinden sich derzeit unter ärztlicher Beobachtung.
Ermittlungen eingeleitet
Der Absturzbereich wurde nach dem Vorfall sofort abgesperrt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass keine Bedrohung für die Bevölkerung und Infrastruktur bestehe.
Wie genau es zu dem Absturz kam, ist noch unklar. Um die Ursachen und Umstände des Vorfalls zu klären, hat das kasachische Verteidigungsministerium eine spezielle Untersuchungskommission unter Aufsicht des Leiters der Abteilung für Flugzeugsicherheit eingesetzt. Die Kommission setzt sich aus "spezialisierten Fachleuten des Luftfahrtdienstes" zusammen.
Su-30 seit 2016 in Kasachstan im Dienst
Die Su-30, die am Mittwoch abstürzte, gehört zu einer modernen Flotte, die Kasachstan in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Kasachstan hatte seine ersten Suchoi Su-30SM bereits 2015 bestellt und erhielt die Mehrzweck-Kampfflugzeuge in mehreren Chargen. Der Bestand wird kontinuierlich aufgestockt. Aktuell sollen etwa 30 der Jets bei der kasachischen Luftwaffe im Dienst stehen.
Im August 2024 lieferte Russland sechs fabrikneue Su-30SM an Kasachstan. Kasachstan setzte damit bewusst auf die russische Technologie, nachdem westliche Medien zuvor spekuliert hatten, das Land könnte auf französische Dassault Rafale-Flugzeuge wechseln. Ein hochrangiger kasachischer Luftwaffenoffizier erklärte im Dezember 2023 jedoch deutlich, dass die Su-30SM im Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich besser abschneide als die französische Alternative.





