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Eurodrohne. Airbus

Haushaltsausschuss billigt Eurodrohne

Lieferung ab 2029 Haushaltsausschuss billigt Eurodrohne

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Mittwoch die Entwicklung und Beschaffung der von Airbus, Leonardo und Dassault angebotenen Eurodrohne gebilligt. Die Kosten für Deutschland liegen laut Verteidigungsministerium bei 3,1 Milliarden Euro, und mit Lieferungen ist ab 2029 zu rechnen.

Deutschland ist mit geplanten 21 Exemplaren aktuell der größte Abnehmer der neuen Aufklärungsdrohne der MALE-Klasse (Medium Altitude Long Endurance). Mit der Eurodrohne wird Europa eigene Kompetenzen im Bereich der unbemannten Luftfahrzeuge erhalten und somit durch eine eigenständige technologische Basis die europäische Souveränität stärken, heißt es.

Die Eurodrohne soll primär die Anforderungen der luftgestützten, abbildenden und signalerfassenden Aufklärung und Überwachung erfüllen. Sie wird sowohl über elektro-optische Sensoren, als auch über Infrarot und Radar verfügen.

Der Vertragsschluss wird nun "noch in diesem Jahr angestrebt, sodass die ersten Eurodrohnen voraussichtlich 2029 ausgeliefert werden können", sagt die Luftwaffe. Ein großer Teil der Arbeiten wird in Deutschland stattfinden, inklusive der Endmontage aller Flugzeuge in Manching.

Um die Eurodrohne wurde in der Regierung lange gerungen, mit dem Ergebnis, dass das UAV nicht bewaffnet werden darf. "Der Industrievertrag umfasst keine Bewaffnung der Eurodrohne", heißt es im Ergebnispapier des Koalitionsausschusses von SPD und CDU/CSU. Weiterhin betont das Bundesministerium der Verteidigung, dass die Entwicklung und Fertigung überwiegend in Deutschland stattfinden werde.

Für die luftgestützte und abbildende Aufklärung und Überwachung nutzt die Bundeswehr derzeit das israelische System Heron 1. Der leistungsfähigere Heron TP wird sein Vorgängermodell künftig ablösen. Beide Systeme werden gemietet.