Forsvaret
12 Bilder

Dänemarks erste F-35 knacken die 1.000-Stunden-Marke

Lightning II-Quartett Dänemarks F-35 knacken die 1.000-Stunden-Marke

Es ist erst rund ein Jahr her, dass in den USA die erste F-35A für Dänemark zum Erstflug startete. Inzwischen sind auf der Luke Air Force Base in Arizona schon vier dänische F-35 stationiert. Und die sammeln seither fleißig Flugstunden.

Dänemarks erster F-35-Pilot heißt Nick Hansen – doch alle nennen ihn nur "KIN". Schon im Januar 2021 stieg "KIN" auf der Luke AFB in den USA zum ersten Mal ins Cockpit einer Lightning II. Damals musste er seine ersten Stunden auf dem neuen Stealth-Jet noch mit einem Exemplar der US Air Force schrubben. Dänemarks erste F-35, erkennbar an den rot-weißen Hoheitszeichen und der Kennung L-001, fliegt erst seit April 2021. Seitdem ist in Luke allerdings eine Menge passiert – und sowohl KIN als auch die L-001 haben längst Verstärkung erhalten. Nicht weniger als vier F-35A tragen nun, rund ein Jahr später, bereits die dänischen Farben. Ein ganzes Team von Piloten und Technikern aus Dänemark hat sich in Luke bereits mit dem neuen Jet befasst, der ab 2023 zum Standard-Kampfjet der Nordeuropäer werden soll.

Forsvaret
Vier dänische F-35A stehen bereits auf der Luke Air Force Base. Sie werden auch künftig für Ausbildung und Training in den USA bleiben.

Vier Jets, 1.000 Stunden

Den ersten kleinen Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel können die Dänen seit Kurzem abhaken: Das dänische Lightning II-Quartett hat erfolgreich die ersten 1.000 Flugstunden hinter sich gebracht. Dank einer "steilen Lernkurve" und solider Teamleistung, so schreibt die dänische Luftwaffe, sei das erste Jahr in Luke planmäßig und reibungslos verlaufen – und natürlich war es wieder KIN, der mit der L-001 die Marke von 1.000 Stunden überflog. Es sei für den bisher so erfolgreichen Verlauf der Trainingskampagne sehr von Vorteil gewesen, "dass unsere vier Flugzeuge durchgehend flugbereit waren", unterstrich der erfahrene Pilot, der zugleich als Kopf der dänischen Delegation in Luke fungiert. Die 1.000 Stunden "verteilen sich ungefähr gleichmäßig auf die vier Flugzeuge". Das unterstreiche "die Zuverlässigkeit des Flugzeugs und die Fähigkeit des Teams", so KIN weiter.

Forsvaret
Gruppenbild mit Kampfjet: Die dänischen Piloten und Techniker haben in Luke die ersten 1.000 Stunden auf der F-35A abgerissen.

"Die neuen in der Klasse"

Zu diesem Team zählt sich auch Lars, Major der Luftwaffe und Logistikleiter der dänischen Luke-Delegation. Er betont vor allem die hervorragenden Trainingsbedingungen auf der größten Air Base der US Air Force – und die große Unterstützung seitens der Kameraden vor Ort, die nicht nur aus den USA, sondern auch aus Norwegen, Italien und den Niederlanden stammen. "Natürlich waren wir im vergangenen Jahr die Neuen in der Klasse und haben daher auf die Erfahrungen anderer zurückgegriffen", resümiert Lars. Zwar brächte das dänische Team langjährige Erfahrung aus dem F-16-Betrieb mit und wisse, wie man Kampfjets wartet. "Aber die F-35 ist natürlich anders und neu für uns, und deshalb ist es etwas Besonderes, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern die ersten 1.000 Flugstunden sicher und solide absolvieren konnten."

Dänemark hat bei Hersteller Lockheed Martin insgesamt 27 F-35A bestellt, von denen eine gute Handvoll im Rahmen des Ausbildungsprogramms auch künftig in den USA verbleiben wird. Die ersten Flugzeuge werden voraussichtlich im Herbst 2023 in Dänemark eintreffen.

Zur Startseite