Marine schickt neuen U-Boot-Jäger P-8A Poseidon nach Indien

Auslandseinsatz für P-8A Poseidon
Marine schickt neuen U-Boot-Jäger nach Indien

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.02.2026
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Mit der Entsendung der P-8A Poseidon nach Indien setze Deutschland "ein klares Zeichen für Verantwortung, Partnerschaft und Verlässlichkeit", schreibt die Marine in einer offiziellen Mitteilung. Der Seefernaufklärer und U-Boot-Jäger nimmt am Indo-Pacific Deployment 2026 (IPD) teil, mit dem die Bundesrepublik ihre "sicherheitspolitische Präsenz in der Region" ausbauen will.

Die P-8A verließ ihre Heimat, den Fliegerhorst Nordholz in Niedersachsen, am Montag. In Indien wird die Crew des Marinefliegergeschwaders 3 "Aufklärungs- und Präsenzflüge" absolvieren. Es ist der erste Auslandseinsatz einer P-8A, deren erstes Exemplar Deutschland erst im November des vergangenen Jahres erhalten hatte. Die zweite Poseidon war Mitte Dezember nachgefolgt.

"Das Deployment zeigt die Fähigkeit, moderne maritime Kräfte über große Distanzen flexibel einzusetzen und nahtlos in multinationale Verbände zu integrieren", erläutert die Marine die Entsendung der Maschine. "Gleichzeitig stärkt es die Präsenz vor Ort, den Austausch mit regionalen Partnern und trägt zur Stabilität sowie zur Wahrung der freien und sicheren Seewege bei."

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Die nächsten deutschen Poseidons in der Pipeline

Unterdessen befindet sich die dritte für Deutschland bestimmte P-8A (MSN 67828, Kennzeichen 63+03) bei Boeing bereits in der Flugerprobung. Das Flugzeug hob erstmals im Mai 2025 vom Boeing-Werksflughafen Renton ab und landete dann auf dem nahegelegenen Airport Boeing Field (King County International). Dort erhalten die in Renton zusammengebauten P-8A ihre Missionsausrüstung. Am 27. Januar und zuletzt am 10. Februar war die 63+03 zu Testflügen in der Luft.

Die vierte deutsche Poseidon 64+04 (MSN 67829) absolvierte ihren Jungfernflug von Renton nach Boeing Field am 22. Dezember 2025. Seither wird sie am Zielort für ihren künftigen Dienst vervollständigt.

Erster Seefernaufklärer P-8A Poseidon an die Bundeswehr übergeben
Bundeswehr / Benny Rudloff

Die P-8A bei der Deutschen Marine

Die Marineflieger lösten mit der P-8A die alten Lockheed P-3C Orion ab. Die Poseidon ist das größte Kampfflugzeug, das je bei der Bundeswehr im Einsatz stand. Sie lässt sich, je nach Mission, mit Torpedos, Wasserbomben und Luft-Boden-Lenkwaffen bestücken und zählt, gemeinsam mit der japanischen Kawasaki P-1, zu den modernsten und leistungsfähigsten Seefernaufklärern weltweit. "Das Flugzeug kombiniert Reichweite, Geschwindigkeit und modernste Sensorik", bringt es die Marine selbst auf den Punkt.

An Bord der deutschen P-8A fliegen im Einsatz insgesamt elf Personen mit: drei Piloten, die sich am Steuer abwechseln, zwei taktische Offiziere und je drei Über- und Unterwasser-Sensorbediener.