in Kooperation mit

MaRPAS-Programm mit der Bundespolizei

DLR: Schiffslandetests mit UAV

Mit Landeversuchen auf dem Schiff BP 21 „Bredstedt“ der Bundespolizei See hat das DLR das Projekt Maritimer RPAS-Betrieb abgeschlossen.

Die Flugerprobungen fanden im Hafen Hohe Düne in Rostock-Warnemünde statt und präsentierten eine Start- und Landetechnologie für unbemannte Hubschrauber, um diese in maritimen Einsatzszenarien zu unterstützen. An der Unterseite des unbemannten DLR-Hubschraubers superARTIS war die neuartige Landevorrichtung aus Seilwinde und Elektromagnet befestigt, die ihn zunächst an das Helideck des Bundespolizeischiffes „fesselte“. Dann hob der superARTIS ab, löste die Magnetverbindung zum Schiff und zog das Seil ein.

Für die Landung wurde das Seil über die Seilwinde vom fliegenden Helikopter zum Schiffsdeck abgelassen und dort mittels Magneten fixiert. Durch die Fesselung und ein automatisiertes Einholen des Seils wurde der Hubschrauber anschließend zum Schiffsdeck geleitet. „Es ist eine Herausforderung, denn Luftverwirbelungen durch die Aufbauten des Schiffes, aber auch plötzlich auftretende Böen und die Eigenbewegungen des Schiffes erschweren den Präzisionsanflug“, sagte Stefan Krause vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik, welches die Landevorrichtung entwickelt hat.

In die Flugplanung wurden Echtzeitparameter zu Wind und Wetter einbezogen. Die relative Position des superARTIS zum Schiff bildete die Basis der Präzisionsnavigation für die Landung. Für die notwendige Präzisionsnavigation und die Flugplanung war das DLR-Institut für Flugführung in Braunschweig verantwortlich, welches auch die Projektleitung innehatte. Bereits im Juni 2017 hatten die DLR-Wissenschaftler ein Wind-, ein Wettermessgerät sowie ein Antennensystem auf der BP 21 „Bredstedt“ installiert und auf einer fünftägigen Patrouillenfahrt reale Daten der Bedingungen auf See erhoben.

Im Folgeprojekt MaRPAS 2, das für 2019 bis 2021 geplant ist, wollen die Wissenschaftler die weiterentwickelten Systeme auch auf See testen.

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