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Neuer Präsidentenjumbo auf Basis der Boeing 747-8

Erste 747-8 "Air Force One" startet zum Umbau

Zum Umbau als nächster Präsidentenjumbo der USA ist die erste von zwei geplanten Boeing 747-8 aus Kalifornien nach Texas gestartet, wo der aufwändige und streng geheime Umbau mit neuer Kabine, neuen Funkanlagen und Abwehrsystemen beginnnt.

Mit der zivilen Boeing-Übergangsregistrierung N894BA startete die weiß lackierte Boeing 747-8 am Mittwoch als Boeing-Flug „BOE076“ aus Victorville in Kalifornien nach San Antonio in Texas, wo Boeing eine große Werft betreibt, die vom Pentagon den Umbauauftrag für die nächsten beiden Präsidentenjumbos erhalten hatte. In Victorville waren die beiden 747-8 bislang konserviert eingelagert.

Die beiden Flugzeuge der Variante 747 85M waren bereits vorproduziert worden. Sie waren einst von der seit 2015 insolventen, russischen Fluggesellschaft Transaero als Passagierflugzeuge bestellt worden. Nach dem Aus des Unternehmens entschied sich das Pentagon 2017, die fabrikneu eingelagerten Vierstrahler als Basis für den Umbau zum Präsidentenjumbo zu übernehmen.

Mit der Lieferung an die Umbauwerft beginnt nun die praktische Umrüstung der beiden 747-8 in VC-25B, so die militärische Bezeichnung der VIP-Variante. Während die Details des Umbaus streng geheim gehalten werden, gilt die Ausstattung mit einer VIP-Kabine, einer störresistenten Kommunikationsanlage und einer Schutzanlage gegen angreifende Raketen und ABC-Verseuchung in der Umgebungsluft als sicher. Angeblich wird aus Kostengründen auf den Einbau einer Luftbetankungsanlage verzichtet. Wie bei der jetzigen VC-25A auf Basis der 747-200B dürften Bordtreppen und ein Zwischendeck mit Vorratsräumen und Tanks hinzukommen.

Der Umbau der beiden Jumbo Jets wird nach jetziger Planung 4,7 Milliarden Dollar kosten und liegt damit über der Ausgangsplanung im US-Haushalt 2019 von 3,9 Milliarden Dollar. Mit weiteren Programmkosten, wie dem Bau eines neuen Hangars, steigen die Kosten sogar schon jetzt auf über fünf Milliarden Dollar.

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