Neues Frühwarnflugzeug für NATO-Mitglied - Saab zeigt erste GlobalEye für Schweden

Neues Frühwarnflugzeug für NATO-Mitglied
Saab zeigt erste GlobalEye für Schweden

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.10.2026
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Saab hat das erste neue Frühwarnflugzeug für die schwedischen Streitkräfte fertiggestellt. Die schwedische Rüstungsbeschaffungsbehörde FMV (Försvarets materielverk) hatte insgesamt drei GlobalEye bestellt. Das AEW&C-Muster (Airborne Early Warning and Control) besitzt das mit elektronischer Strahlschwenkung ausgerüstete Radar Erieye ER auf der Rumpfoberseite sowie weitere Antennenverkleidungen. Mit aktiven und passiven Sensoren kann das System Ziele in der Luft, an Land und auf See verfolgen und in Echtzeit an die eigenen Verbände weitergeben. Die Reichweite beträgt bis zu 550 Kilometer. Als Basis dient das Geschäftsreiseflugzeug Bombardier Global 6500.

Die erste GlobalEye für die Flygvapnet durchläuft nun eine Phase von Tests und Verifikationen. Anschließend erfolgt der Erstflug und später die Übergabe. Details zum Zeitplan nannte Saab nicht. "Die Vorstellung des ersten schwedischen GlobalEye-Systems stellt sowohl für Saab als auch für die schwedischen Streitkräfte einen wichtigen Meilenstein dar. Im Zuge der weiteren Umsetzung des Programms bis zur Auslieferung wird GlobalEye Schweden leistungsstarke Fähigkeiten im Bereich der luftgestützten Überwachung und Lageerfassung bieten", sagte Micael Johansson, Präsident und CEO von Saab.

Saab GlobalEye mit schwedischen Kennzeichen am Boden
Saab

Ersatz für Ukraine-Maschinen

Schweden hatte am 30. Juni 2022 zwei Einheiten im Wert von umgerechnet rund 683 Millionen Euro bestellt. Sie sollen 2027 zur Flygvapnet stoßen und dort die Bezeichnung S106 tragen. Allerdings gaben die Skandinavier ihre zwei mit dem Erieye-Radar auf dem Rumpfrücken ausgestattete Saab 340 AEW (Airborne Ealy Warning) an die Ukraine ab. Daher sollte die Auslieferung vorgezogen werden, und als zusätzlichem Ersatz für die S100 Argus genannten Maschinen orderte man eine dritte GlobalEye.

Fünf Kunden für die Global Eye

Nach den Vereinten Arabischen Emiraten als Erstkunden und Schweden hatte sich zuletzt Frankreich als dritter Kunde für die GlobalEye entschieden. Auch die NATO wählte den Typ als Nachfolger für die E-3A. Auf dem Gipfel des Militärbündnisses in Ankara hatte Generalsekretär Mark Rutte den Beginn formaler Verhandlungen mit Saab über den Kauf von bis zu zehn GlobalEye angekündigt. Auch die Niederlande planen die Beschffung von eigenen Einheiten.