US-Kampfjets wechseln das Einsatzgebiet: Von Venezuela in den Iran?

Von Venezuela in den Iran?
Noch mehr US-Kampfjets wechseln das Einsatzgebiet

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.01.2026
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Die Kampfflugzeuge der Vermont Air National Guard waren in Puerto Rico stationiert, wo sie Teil des US-amerikanischen Angriffs gegen Venezuela waren. Der Angriff endete Ende Januar mit der Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro. Nun wurden die Jets bei einer Zwischenlandung auf dem portugiesischen Luftwaffenstützpunkt Lajes auf den Azoren gesichtet. Die Basis ist ein klassischer Ausgangspunkt der USA für Verlegungen in den Nahen und Mittleren Osten.

Die F-35A sind nur ein Baustein in einem größeren militärischen Aufmarsch gegen den Iran. Zusammen mit ihnen sollen auch EA-18G Growler-Flugzeuge die Karibik verlassen haben. Auf Flightradar24 waren zwei Boeing KC-46A zu sehen, die am 29. Januar über dem Nordatlantik Richtung Spanien unterwegs waren. Die Tanker, GOLD71 und GOLD72, sollen Jets beim Transport unterstützt haben. Auch die EA-18G sollen bei dem Angriff auf Venezuela beteiligt gewesen sein.

Wohin die Kampfflugzeuge genau unterwegs sind, ist unklar. Die USA betreiben verschiedene Stützpunkte in verschiedenen Ländern in der Levante und in der Golfregion. Die Muwaffaq al Salti Air Base etwa befindet sich in Azraq, 100 km nordöstlich der Hauptstadt Amman, und beherbergt die 332nd Air Expeditionary Wing der US Air Forces Central, die Missionen in der gesamten Levante durchführt. Möglicherweise sollen die Maschinen dorthin verbracht werden.

USA verschärfen Drohungen gegen Teheran

Bereits in der Region angekommen sind der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit seiner kompletten Kampfgruppe, F-15E Strike Eagle in Jordanien sowie Such- und Rettungshubschrauber. Transportmaschinen fliegen in dichter Folge zusätzliches Material ein, darunter hochmoderne Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot und THAAD.

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US-Präsident Donald Trump erhöht unterdessen den Druck auf das iranische Regime massiv. In seinen jüngsten Äußerungen warnte er, ein möglicher neuer Angriff würde den Angriff der USA vom Juni bei Weitem übertreffen.

Nach Medienberichten erwägt die US-Regierung verschiedene Szenarien. Von gezielten Eliminierungen iranischer Führungsfiguren bis hin zu umfassenden Schlägen gegen das Atomprogramm und die Regierungsinfrastruktur stehen alle Szenarien im Raum.

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Teheran reagiert mit eigenen Vorbereitungen. Die Armee meldete die Verteilung von tausend zusätzlichen Kampf- und Aufklärungsdrohnen, die Hauptstadt lässt Schutzräume für die Zivilbevölkerung ausbauen.

Im Juni vergangenen Jahres spielten F-35 bei der Operation "Midnight Hammer" eine Schlüsselrolle. Damals unterdrückten sie die iranische Luftabwehr und ebneten den Weg für B-2-Tarnkappenbomber, die mit speziellen Bunker-Brechern iranische Atomanlagen attackierten. Die F-35A waren die ersten Maschinen im feindlichen Luftraum und die letzten, die ihn verließen.