Russlands Luftwaffe verliert 4 Flugzeuge in 3 Tagen

Schmerzliche Verluste
Russlands Luftwaffe verliert 4 Flugzeuge in 3 Tagen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.04.2026
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Russlands Luftwaffe verliert 4 Flugzeuge in 3 Tagen
Foto: Patrick Zwerger

29 Menschen starben an Bord der Antonow An-26, die am 31. März auf der Halbinsel Krim in eine Felswand krachte. Der Turboprop-Transporter der russischen Luftwaffe war rund 30 Kilometer südöstlich von Sewastopol unterwegs, als plötzlich der Funkkontakt abriss. Später fanden Bergungstrupps das Wrack der Antonow. Vermuteten die Behörden zunächst offiziell einen technischen Defekt als Unfallursache, scheint nach aktueller Datenlage ein Pilotenfehler naheliegender. Demnach leitete die Cockpit-Crew ihren Landeanflug auf Sewastopol zu früh ein und war an der entscheidenden Stelle bereits zu tief, um über die Felsformation nahe der Stadt Bachtschyssaraj hinwegzufliegen.

Am selben Tag, als die An-26 auf der Krim zerschellte, meldete der – für gewöhnlich bestens informierte – russische Telegram-Kanal "Fighterbomber" den Absturz einer Suchoi Su-34. Nähere Details zu Absturzort und -ursache wurden nicht genannt. Ukrainische Quellen reklamierten später einen Abschuss für sich, eine offizielle Bestätigung dazu gab es jedoch nicht. Von den beiden Besatzungsmitgliedern des Jagdbombers soll eines überlebt haben, berichteten russische Medien. Das Schicksal des zweiten Crew-Mitglieds blieb unklar.

Suchoi / UAC

Su-30SM stürzt auf der Krim ab

Tatsächlich setzte sich die schwarze Osterserie der russischen Luftwaffe in den Folgetagen fort – wenngleich immerhin ohne weitere Todesopfer. So meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax, unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau, am 3. April den Verlust einer Suchoi Su-30SM – wieder auf der Krim. Der Mehrzweck-Kampfjet sei "ohne Bewaffnung" unterwegs gewesen und gegen 11 Uhr Moskauer Zeit "während eines geplanten Übungsflugs" abgestürzt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Besatzung habe sich per Schleudersitz retten können und sei kurze Zeit später von einem Such- und Rettungsteam geborgen worden. "Es besteht keine Gefahr für das Leben der Piloten", gab das Ministerium laut Interfax zu Protokoll.

Der Telegram-Kanal "Fighterbomber" vermutete einen Triebwerksbrand als Grund für den Crash – ohne jedoch nähere Angaben dazu zu machen, wie es dazu gekommen sein könnte.

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An-72P durch Drohnen zerstört

Kurz zuvor, in der Nacht zum 2. April, hatten die ukrainischen Drohnenstreitkräfte bereits die Zerstörung eines zweistrahligen Patrouillenflugzeugs vom Typ Antonow An-72P gemeldet. Die Maschine sei bei einem Drohnenangriff auf den Militärflugplatz Kirowske im Osten der Krim am Boden zerstört worden, hieß es von ukrainischer Seite. Ein P-37-Überwachungsradar sei dem Angriff ebenfalls zum Opfer gefallen.