Schwenkflügelbomber im Non-Stopp-Einsatz - B-1B Lancer greifen Iran aus den USA an

Schwenkflügelbomber im Non-Stopp-Einsatz
B-1B Lancer greifen Iran aus den USA an

ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.03.2026
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Extreme Langstreckenmissionen kennt man bei der US Air Force vor allem von dem Stealth-Bomber B-2A Spirit, der oft von seinem Heimatstützpunkt in Whiteman, Missouri, fliegt. Dies war bei den ersten Angriffen auf das iranische Atomprogramm im vergangenen Juni der Fall. Hier waren die Flugzeuge und ihre Besatzungen fast anderthalb Tage ununterbrochen in der Luft. Auch bei der aktuellen Operation "Epic Fury" gegen den Iran ist die B-2 beteiligt. In der Nacht zum 2. März setzte die USAF nun erstmals auch die B-1B Lancer ein.

Das US Central Command bestätigte in einer Mitteilung den Einsatz der B-1B. Sie "griffen tief im Iran" Ziele im Zusammenhang mit ballistischen Raketen an. Dies spricht dafür, dass die iranische Luftabwehr weitestgehend ausgeschaltet zu sein scheint. Ansonsten hätten die Generäle einen Angriff über dem Iran sicher nicht angeordnet, da der Schwenkflügelbomber nicht über die Stealth-Merkmale der B-2 verfügt und so für gegnerische Radare leichter zu erkennen ist.

Ein veröffentlichtes Video zeigt den Nachtstart von drei Maschinen auf ihrer Heimatbasis. Beobachter auf Flight-Tracking-Seiten machten drei Exemplare des Schwenkflügelbombers aus, die sich der Krisenregion näherten. Sie starteten wohl von ihrer Basis Ellsworth in South Dakota und kehrten auch dorthin zurück. Hier ist das 28th Bomb Wing mit den beiden Staffel 34th Bomb Squadron (Thunderbirds) und 37th BS (Tigers) stationiert.

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Umweg wegen Großbritannien

Die Bewaffnung der B-1B besteht aus bis zu 24 AGM-158-Abstandsflugkörpern. Alternativ ist der Einsatz von 24 lasergelenkten Bomben GBU-31 oder 15 GBU-38 oder 15 GBU-54 möglich. Details zu den aktuellen Einsätzen der Lancer nannten das Pentagon nicht. Die Langstreckenmissionen waren nötig, da Großbritannien die Nutzung der Basen in Fairford und auf Diego Garcia zunächst untersagt hatte. Mittlerweile soll die Regierung von Keir Starmer aber grünes Licht gegeben haben.

Dagegen hat Spanien den Einsatz von US-Flugzeugen von eigenem Gebiet aus verboten, da die Aktionen nicht von der UN-Charta gedeckt seien. Daraufhin verließen mindestens 15 Tanker der USAF die Basen Morón und Rota. Unterdessen verlegen die USA weitere taktische Kampfflugzeuge in die Region. Aus den USA kamen mit einem Zwischenstopp in Großbritannien mehrere F-15E Strike Eagle.