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Stealth-Kampfjet

Russische Luftwaffe erhält 76 Suchoi Su-57

Foto: United Aircraft Corporation

Russlands Regierung plant, bis 2028 drei Su-57-Geschwader mit insgesamt 76 Flugzeugen in Dienst zu stellen. Ein entsprechender Kaufvertrag soll zeitnah unterschrieben werden. Außerdem will Russland seinen neuen Kampfjet auch exportieren. Die Türkei könnte ein möglicher Kunde sein.

Präsident Wladimir Putin höchstpersönlich war es, der der Luftwaffenführung bei einem Treffen zu Militärfragen in Sotschi vergangenen Mittwoch den neuen Kampfjet versrprach. Die Führung des Landes habe beschlossen, die Serienfertigung der Su-57 schneller voranzutreiben und dabei die Produktionskosten pro Flugzeug um rund 20 Prozent zu senken. Er hoffe, dass die angepassten Pläne umgesetzt würden. Ein Vertrag über die Lieferung von 76 Serienmaschinen solle „schon in naher Zukunft“ unterzeichnet werden. Wie die Nachrichtenagentur Kommersant meldet, könnte dies bereits zum Moskauer Aerosalon MAKS Ende August geschehen. Die erste Serien-Su-57 könnte dann 2020 zur Truppe stoßen.

Kaufpreis neu verhandelt

Dem Vernehmen nach sollen bis 2028 drei Geschwader den neuen Fighter erhalten. Damit fährt der Kreml seinen Bedarf an Su-57 wieder deutlich nach oben. Bei Programmstart hatte Russland geplant, 52 der Stealth-Kampfjets zu übernehmen. Später war diese Zahl aus Kostengründen auf lediglich 16 Flugzeuge korrigiert worden. Offenbar ist es der russischen Regierung gelungen, den Kaufpreis des Flugzeuges mit dem Hersteller-Konzern United Aircraft Corporation (UAC) neu zu verhandeln. Ob dabei auch bei der Kampfkraft des Flugzeuges Abstriche gemacht wurden, ist derzeit unklar. Hilfreich war jedoch sicher der Umstand, dass UAC inzwischen zu über 90 Prozent in staatlicher russischer Hand ist. Damit sei der Hersteller bei dem Deal nicht auf eine hohe Gewinnmarge angewiesen, so Komersant. Außerdem ermögliche die industrielle Serienproduktion, die in Komsomolsk am Amur stattfinden soll, deutlich niedrigere Kosten als dies beim Bau der bisher zehn Prototypen und Vorserienmaschinen der Fall war.

Su-57E soll den Exportmarkt erobern

Gemäß der Angaben von Komersant sollen die 76 Maschinen „nur“ 170 Milliarden Rubel (2,38 Milliarden Euro) kosten. Der Stückpreis der Su-57 läge damit bei etwas mehr als 31 Millionen Euro. Sollte dies tatsächlich stimmen, wäre der russische Fighter ein echtes Schnäppchen. Zum Vergleich: Die Lockheed-Martin F-35A ist nicht unter 80 Millionen US-Dollar (72 Millionen Euro) zu haben. Da trifft es sich gut, dass der Kreml jüngst auch grünes Licht für die Exportversion seines Kampfjets der fünften Generation gegeben hat. Als Su-57E soll das Flugzeug zeitnah auch international vermarktet werden. Russlands Industrie- und Handelsminister Denis Manturow stufte im März die Exportchancen der Su-57 als sehr hoch ein. So sollen unter anderem Indien, der Iran und die Türkei bereits ihr Interesse angemeldet haben. Die Türkei hat zwar eigentlich die F-35 bestellt, allerdings haben die USA den Deal im April vorerst auf Eis gelegt, weil die Regierung Erdogan nicht von ihrem Vorhaben, russische S-400-Luftabwehrsysteme zu beschaffen, abrücken will. Eine adäquate Alternative zu dem US-Jet – zumal eine deutlich günstigere – dürfte in Ankara also tatsächlich auf offene Ohren stoßen. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass die Russen ihren besten Fighter im Ausland ein gutes Stück teurer verkaufen als im Inland.

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