In Kuwait sind am heutigen Montag drei US-Militärjets des Typs F-15 abgestürzt. Videoaufnahmen, die heute Morgen in verschiedenen sozialen Medien kursierten, zeigen einen der Piloten beim Fallschirmsprung sowie einen der Kampfjet beim Absturz in der Nähe der Stadt al-Dschahra.
Kuwait bestätigt mehrere Abstürze
Der offizielle Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums gab bekannt, dass heute Morgen mehrere US-Kampfflugzeuge abgestürzt waren und bestätigte, dass alle Besatzungsmitglieder überlebt haben. Die kuwaitische Armee teilte das Statement unter anderem auf X. Videos anderer Crashes sind allerdings nicht verbreitet worden.
Such- und Rettungsmaßnahmen seien eingeleitet worden und alle Besatzungsmitglieder hätten überlebt, so das Verteidigungsministerium.
US-CentCom bestätigte in einer Stellungnahme dann heute Mittag, dass drei F-15E Strike Eagle versehentlich durch Kuwaits Luftabwehr abgeschossen wurden. Ermittlungen laufen derzeit. Zuerst hatten Augenzeugen kurz nach dem Absturz eines der Jets vermutet, dass Kuwaits Luftabwehr am Abschuss beteiligt war.
Die kuwaitische Luftabwehr hatte zuvor nach eigenen Angaben mehrere als feindlich eingestufte Drohnen abgefangen, die sich der Hauptstadt näherten.
Auf X und Instagram kursieren seit dem Absturz mehrere Videos, die einen Piloten zeigen, der von kuwaitischen Zivilisten bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten wird.

Videos in den sozialen Medien zeigen einen Soldaten, der in Kuwait von Einheimischen festgehalten wird.
US-Angriffe auf den Iran
Der Zwischenfall fügt sich in ein sich rasch eskalierendes Kriegsgeschehen ein. Seit dem Wochenende führen die USA und Israel gemeinsame Luftangriffe auf den Iran durch. Bei diesen Angriffen wurde nach Angaben von US-Präsident Donald Trump der oberste iranische Religionsführer Ali Khamenei getötet.
Darüber hinaus sollen 48 hochrangige politische und militärische Vertreter ums Leben gekommen sein, darunter der Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarde, der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats sowie der iranische Verteidigungsminister. Der Iran hat seinerseits Vergeltungsschläge gestartet, unter anderem auf US-Militärbasen in der Golfregion.
Großbritannien erklärte sich bereit, den USA die Nutzung britischer Militärbasen zu gestatten, um iranische Raketenstellungen anzugreifen. In einer Ansprache am Sonntag begründete Premierminister Keir Starmer diesen Schritt damit, die Bedrohung lasse sich nur durch die Zerstörung der Abschussvorrichtungen und Lagerstätten an der Quelle dauerhaft beseitigen.
Bereits zuvor seien britische Kampfjets nach Angaben Londons im Rahmen koordinierter Schutzoperationen am Golf eingesetzt worden und hätten dabei iranische Angriffe erfolgreich abgewehrt.
Potenzielle Unterstützung durch Deutschland
Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich bekräftigten gemeinsam, ihre Interessen sowie die ihrer Verbündeten am Golf notfalls auch mit militärischen Mitteln zu schützen.
Hinter den Kulissen zeichnen sich jedoch auch Differenzen ab. Saudi-Arabien soll die anderen Golfstaaten intern dazu aufgerufen haben, keine Maßnahmen gegen den Iran zu ergreifen.





