USA schicken F-22 Raptor nach Israel: Weltbester Kampfjet gegen den Iran?

Weltbester Kampfjet gegen den Iran?
USA schicken F-22 Raptor nach Israel

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.02.2026
Als Favorit speichern

Die Lockheed Martin F-22 Raptor ist das Kronjuwel der US-amerikanischen Kampfjet-Riege. Ihre Fähigkeiten können "von keinem bekannten oder geplanten Kampfflugzeug übertroffen werden", unterstreicht die US Air Force voller Überzeugung – trotz des inzwischen doch recht vorgerückten Alters der Raptor, die seit Dezember 2005 offiziell im Dienst steht.

Im Gegensatz zur kleineren F-35 haben die USA die F-22 nie exportiert – nicht einmal nach Israel. Inklusive der Prototypen baute Lockheed Martin insgesamt nur 195 Stück, was den Exklusivitätscharakter des teuren Stealth-Fighters zusätzlich unterstreicht. Umso mehr Aufmerksamkeit erregt es daher, wenn irgendwo auf der Welt F-22 auftauchen, denn im Normalfall sind die Raptoren nur auf ausgewählten Stützpunkten in den USA stationiert – unter anderem auf der Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska.

Von dort kamen kürzlich zwölf F-22 Raptor nach England, um auf dem Fliegerhorst Lakenheath Station zu machen. Planespotter vor Ort dokumentierten, wie die Jets am Dienstag Großbritannien wieder verließen – mit unbekanntem Ziel im Nahen Osten, wie Flugverfolgungsdaten begleitender Tankflugzeuge suggerierten. Die F-22 selbst waren auf einschlägigen Tracking-Apps wie üblich nicht auszumachen.

Über Lakenheath nach Israel

Laut Informationen der New York Times, die sich auf anonyme Quellen in der US Air Force stützt, flogen die F-22 von Lakenheath aus weiter nach Israel. "Dieser Schritt setzt die militärische Aufrüstung der USA im Nahen Osten fort und erfolgte zwei Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde mit dem Iran über dessen Atomprogramm", schlussfolgerte die Zeitung. Der aus der USAF ausgeschiedene Lieutenant General David A. Deptula aus Michigan bestätigte der New York Times, die Verlegung der F-22 nach Israel deute "auf eine aggressivere Haltung gegenüber dem Iran und eine mögliche Zusammenarbeit mit Israel bei einem Angriff hin." Das Deployment "signalisiert, dass die USA ernsthaft einen Angriff in Betracht ziehen, wenn der Iran den Bedingungen der USA nicht zustimmt."

Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender KAN aus Israel und die Zeitung Times of Israel bestätigten inzwischen den Bericht der New York Times: "Zwölf US-amerikanische F-22-Kampfjets landeten heute Nachmittag auf einem der israelischen Luftwaffenstützpunkte im Süden des Landes im Rahmen des amerikanischen Einsatzes im Nahen Osten", so KAN.

KAN fügte hinzu, dass die F-22 zu den fortschrittlichsten Kampfjets der Welt gehörten und unter anderem damit beauftragt seien, "feindliches Gebiet zu durchdringen und Luftverteidigungssysteme sowie Radaranlagen außer Gefecht zu setzen."

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Icon youtube

Warum sind die F-22 in Israel?

Raptor-Deployments in die Nahost-Region kommen immer wieder vor. Auch beim US-Angriff auf den Iran 2025 waren F-22 mit beteiligt. Dass die F-22 der USAF unüblicherweise direkt in Israel landeten und nicht etwa, wie sonst, auf einem anderen US-Stützpunkt im Nahen Osten, dürfte damit zusammenhängen, dass die entsprechenden Verbündeten wie Oman oder Saudi-Arabien den USA signalisiert hatten, keine Angriffe auf den Iran von ihrem Territorium aus zu erlauben, maßgeblich aus Furcht vor iranischen Gegenschlägen.

Ungeachtet dessen ziehen die US-Streitkräfte schon seit Wochen massive Kräfte in der Region zusammen – unter anderem die beiden Flugzeugträger USS Gerald R. Ford und USS Abraham Lincoln. Im bulgarischen Sofia wurden außerdem mehrere KC-135 Stratotanker positioniert.

Die Wahrscheinlichkeit eines großangelegten US-Angriffs auf den Iran nimmt durch diese Truppenverschiebungen – und durch die Verlegung der zwölf F-22 nach Israel – jedenfalls weiter zu.