Am Samstag sind die ersten vier F-35A Lightning II auf dem Luftwaffenstützpunkt Misawa im Norden Japans angekommen. Die Jets landeten gegen 12:50 Uhr auf der Insel. Letztendlich sollen dort 48 F-35A des 35. Jagdgeschwaders stationiert sein. Die USA planen die Stationierung seit 2024.
Die F-35A sollen die in Misawa stationierten F-16 ersetzen. Eine der beiden F-16-Staffeln verließ den Stützpunkt bereits im September 2025. Die Jets sind inzwischen in Südkorea. Auch die verbleibende Staffel soll die Insel verlassen.
Oberst Paul Davidson, Kommandeur des 35. Jagdgeschwader, erklärte, dass die F-35 das Bündnis mit Japan festige und schnellere Reaktionen im Notfall ermögliche. Leutnant Oberst John Widmer, Kommandeur der 13. Jagdstaffel, hob besonders die integrierte Sensortechnik hervor, die es dem Flugzeug ermöglichen soll, Bedrohungen früher zu erkennen als die älteren F-16-Modelle.
Die USA betreiben in Japan seit Ende des zweiten Weltkrieges eine kontinuierliche Militärpräsenz. Strategisch sind die Stützpunkte dort durch ihre Nähe zu China, Russland und auch Nordkorea wichtig.
Japan nutzt F-35 auch selbst
Der Luftwaffenstützpunkt Misawa beherbergt allerdings nicht nur US-Truppen des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, sondern auch die japanischen Luftstreitkräfte (JASDF). Diese betreiben dort bereits eine eigene Flotte der Tarnkappenjets. Das überrascht wenig, denn Japan ist mit über 100 Jets der größte ausländische Nutzer der F-35. Seit 2018 sind die Jets Teil der Luftwaffe.

Insgesamt sollen 48 F-35A in Misawa stationiert sein.
Seit August vergangenen Jahres nutzt Japan auch die F-35B. Die Variante hat Senkrechtstart- und Landefähigkeiten und wird nur von fünf Nationen genutzt. Die F-35B sind auf Insel Kyushu, im Süden Japans, stationiert und liegen damit noch näher an China.
Für Japan ist die Fähigkeit, von kurzen oder provisorischen Landebahnen zu starten und zu landen, wegen der kleineren Inseln im Ostchinesischen Meer wertvoll.
Allerdings hat die F-35B auch erhebliche technische Nachteile gegenüber der A-Variante. Ihre Reichweite deutlich kürzer und sie ist weniger wendig als die "normale Version" des Tarnkappenflugzeugs.





