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Die Boeing CH-47 Chinook und die Sikorsky CH-53K King Stallion sind im Wettbewerb um einen Schwerlasthubschrauber-Auftrag für die Luftwaffe. Boeing / Lockheed Martin

Neue Schwerlasthubschrauber zu teuer

Bundeswehr stoppt STH-Wettbewerb

Das Verteidigungsministerium hat heute mitgeteilt, dass "das Vergabeverfahren im Projekt 'Schwerer Transporthubschrauber (STH)' aufgehoben wurde".

"Im Rahmen der laufenden Vergabe wurde erkannt, dass eine Realisierung des Projektes im geplanten Finanzrahmen bei gleichzeitiger Erfüllung aller Forderungen unwahrscheinlich ist. Die Vergabestelle des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat die vorliegenden Angebote als unwirtschaftlich bewertet und aus diesem Grund das Vergabeverfahren aufgehoben", heißt es.

Ziel bleibt allerdings weiterhin, das bisherige Muster CH-53G "zeitgerecht zu ersetzen". Das Nutzungsdauer-Ende dieses Waffensystems ist im Jahr 2030 erreicht. "Das Projekt wird daher mit veränderten Vorgaben fortgesetzt", so die Bundeswehr, denn "die Realisierung des Projekts STH hat für die Bundeswehr eine sehr hohe Priorität, da die Fähigkeit zum Lufttransport sowohl für die Mobilität und Reaktionsfähigkeit von Streitkräften wie auch für Hilfs- und Unterstützungsleistungen von herausragender Bedeutung sind".

Nach der Grundsatzentscheidung des damaligen Generalinspekteurs Ende 2017 wurde eine wettbewerbliche Ausschreibung eingeleitet und im Juni 2019 die Anbieter zur Abgabe von Angeboten aufgefordert. Am STH-Wettbewerb beteiligt sind Boeing mit der CH-47 Chinook und Sikorsky mit der CH-53K King Stallion. Benötigt werden 45 bis 60 Helikopter, je nach der Bewertung der Leistungsfähigkeit des Musters.

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