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Drei MD-88 von Delta werden zu Frachtern

Neues Leben für „Mad Dogs“ Drei MD-88 von Delta werden zu Frachtern

Seit Delta Air Lines als letzter Carrier die McDonnell Douglas MD-80 aus der Flotte verbannt hat, fliegen in den USA keine "Mad Dogs" mehr. Zumindest nicht im Passagierdienst. Bei den Frachtkollgegen sieht das etwas anders aus: drei MD-88 finden hier eine neue Aufgabe.

USA Jet Airlines ist eine kleine Fluggesellschaft aus Michigan, mit Zentrale auf dem Willow Run Airport vor den Toren von Ypsilanti. Die Airline hat sich ganz aufs Charter-Frachtgeschäft eingeschossen und betreibt zu diesem Zweck eine sehr illustre Flotte, bestehend aus insgesamt zwölf Flugzeugen. Darunter finden sich altgediente Raritäten wie Boeing 727-200, Dassault Falcon 20, Douglas DC-9-15 und DC-9-30 sowie die McDonnell Douglas MD-83 als bislang modernstes Muster.

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Die MD-83-Frachter sind das modernste Flugzeugmuster in der Flotte von USA Jet Airlines - bis jetzt.

Von Arkansas nach Alabama

Gegen diese Methusalems wirken die drei Maschinen, die in Kürze zur Flotte stoßen sollen, beinahe wie junge Hüpfer: In den kommenden Monaten erwartet USA Jet Airlines den Zulauf von drei zu Frachtern konvertierten McDonnell Douglas MD-88. Die drei Maschinen stammen aus Beständen von Delta Air Lines, die ihre "Mad Dog"-Flotte im Juni 2020 aufs Abstellgleis stellte. Die erste Umbaukandidatin, Kennzeichen N978DL, verließ am 3. März ihren Langzeitparkplatz Blytheville in Arkansas und landete eine gute Stunde später auf dem Dothan Regional Airport in Alabama. Dort residiert ein "Conversion Center" der Firma Aeronautical Engineers Inc. (AEI), die den Umbau der ausrangierten Airliner verantwortet.

formulanone (CC BY-SA 2.0)
Als erste ausrangierte Delta-MD-88 flog Anfang März die N978DL zum Umbau nach Alabama.

Paletten statt Paxe

Noch in diesem Monat nimmt AEI die 29 Jahre alte N978DL unters Messer. Die beiden weiteren Jets sollen dann im Mai, bzw. im August an die Reihe kommen. Nach ihrer Verwandlung von gewöhnlichen MD-88 in MD-88SF (Special Freighter) werden die "Mad Dogs" nicht nur über ein seitliches Ladetor verfügen, sondern auch über einen verstärkten Kabinenboden mit integrierten Rollen. Wo früher 155 Passagiere ihren Platz fanden, fassen die MD-88SF künftig bis zu zwölf Frachtcontainer oder Paletten. Dass es bei den drei MD-88SF bleibt, ist übrigens keineswegs sicher: USA Jet Airlines hat sich bei AEI bereits Optionen auf drei weitere Umbauten gesichert.