in Kooperation mit

Antrieb mit Methan und Flüssigsauerstoff

Prometheus-Triebwerk besteht Entwurfsprüfung

So soll der Triebwerks-Demonstrator aussehen. Foto: ArianeGroup Holding

Der Triebwerksdemonstrator Prometheus hat Anfang Februar die Entwurfsphase erfolgreich abgeschlossen. Damit ist der Weg zum Bau zweier Test-Triebwerke geebnet.

Wie die ArianeGroup mitteilte, wurde die Entwurfsprüfung im Zeitraum zwischen dem 30. November 2018 und 1. Februar 2019 in Vernon (Frankreich) und Ottobrunn durchgeführt. Daran beitigt waren neben der ArianeGroup die Europäische Weltraumagentur (ESA), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die französische Raumfahrtbehörde CNES (CentreNational d'Etudes Spatiales). Mit Abschluss der Prüfung seien die Eignung des Entwurfs und der eingesetzten Technologien unter Beweis gestellt sowie die Kostenziele des Programms bestätigt worden, so die ArianeGroup. Das Unternehmen war im Dezember 2017 mit der Entwicklung, Herstellung und dem Testen der ersten beiden Demonstratoren beauftragt worden.

Als nächstes fokussiert das Unternehmen die Prüfung der Produktionsreife. Damit soll ein Start der Produktion für beide Demonstratoren im ersten Halbjahr 2019 erfolgen. Ab 2020 sind die Tests der Triebwerke in Lampoldshausen geplant.

Wegbereiter für zukünftige Antriebe

Prometheus soll mit Flüssigsauerstoff und Methan betrieben werden. Das Triebwerk wird zur Wiederverwendbarkeit ausgelegt und soll kostengünstig zu produzieren sein. Ziel ist es, zukünftige Flüssigstofftriebwerke mit einer Schubklasse von 100 Tonnen um 90 Prozent günstiger herzustellen als das aktuelle Vulcain 2-Triebwerk. Dazu strebt die ArianeGroup eine Digitalisierung der Triebwerkssteuerung und -diagnose an, ebenso wie die Fertigung mittels 3-D-Druck.

Diese im Rahmen des Prometheus-Programms entwickelten Technologien und Industrieverfahren sollen auch der Weiterentwicklung der Ariane 6-Antriebe zugute kommen. Aus diesem Grund bezeichnet die Ariane Group den Demonstrator als „einen Wegbereiter für die zukünftigen Triebwerke der europäischen Trägerraketen ab 2030.“ Das Programm wurde in Kooperation von ESA und CNES gestartet.

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