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Aufblasbares Wohnmodul BEAM für die ISS entfaltet sich

Aufblasbares Wohnmodul für die ISS BEAM entfaltet sich beim zweiten Versuch

Nachdem der erste Anlauf am Donnerstag scheiterte, konnten Astronauten an Bord der ISS am Samstag das Modul BEAM von Bigelow Aerospace erfolgreich aufblasen.

Die Internationale Raumstation ISS hat ein neues Zimmer: am Samstag gelang es, das aufblasbare Modul BEAM (Bigelow Expandable Acitivity Module) aufzupumpen. Der erste Versuch am Donnerstag wurde aus Sicherheitsgründen abgebrochen, nachdem sich BEAM nicht entsprechend der Vorhersagemodelle verhalten hatte.

In einer rund achtstündigen Aktion wurde BEAM am Samstag langsam mit Luft aus den Tanks der ISS geflutet und dehnte sich auf rund vier mal drei Meter aus. Im gepackten Zustand ist das Modul etwa zwei Mal zwei Meter groß.

BEAM wurde am 8. April an Bord einer Dragon-Frachtkapsel von SpaceX zur ISS gebracht.
Bevor Astronauten BEAM betreten können, soll das Modul zunächst auf Lecks geprüft werden. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden Astronauten mehrmals in das neue Zimmer der ISS schweben, um Sensordaten zu sammeln und die Bedingungen darin überprüfen. Besonders im Fokus stehen die Fragen, wie gut BEAM vor kosmischer Strahlung, Weltraumschrott und Temperaturen schützt.