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Britischer ESA-Astronaut zurück auf der Erde

Tim Peake wird in Köln untersucht

Am Samstag landete der britische Astronaut Tim Peake nach einem halben Jahr auf der ISS wohlbehalten auf der Erde. Nun wird er beim DLR und der ESA in Köln untersucht.

Am Samstag war Peake um 11.18 Uhr (MESZ) nach einem dreistündigen Flug mit der Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe geplandet. Per Hubschrauber und Flugzeug ging es dann über Moskau nach Köln, wo der 44-Jährige am Sonntag gegen 3 Uhr morgens ankam. In der Forschungsanlage :envihab wurden anschließend erste medizinische und wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, wie das DLR am Sonntag mitteilte.

"Tim Peake war für einen sechsmonatigen Langzeitaufenthalt an Bord der ISS - mit einer klinischen Untersuchung, mit Blutabnahme, Augenuntersuchungen und einem EKG haben wir zunächst erfasst, ob er gesund zurückgekehrt ist und wie sein Körper die Mission überstanden hat", sagt Dr. Indra Chaudhuri-Hahn vom Flugmedizinischen Center der DLR.

Aber auch wissenschaftliche Untersuchungen standen für Peake noch in seiner ersten Nacht zurück auf der Erde an: Gerade die erste Zeit, in der sich sein Körper nach dem Leben in der Schwerelosigkeit wieder an die Schwerkraft gewöhnt, ist für die Forscher spannend.

Peake als "Versuchskaninchen"

Neben dem DLR warten auch die internationalen Raumfahrtagenturen - die europäische Weltraumorganisation ESA, die japanische Raumfahrtagentur JAXA, die amerikanische Weltraumbehörde NASA und die kanadische Raumfahrtagentur CSA - auf die Werte des Astronauten. Nach den ersten Untersuchungen im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin werden in den nächsten Tagen weitere Untersuchungen im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA auf dem Gelände des DLR folgen.

Viele der gemessenen Daten würden mit Messungen vor und während der Mission verglichen, so die DLR-Wissenschaftler. Peake dient ihnen für eine Vielzahl von Experimenten als Untersuchungsobjekt: So sind unter anderem sein zirkadianer Rhythmus (Schlaf-Wach-Rhythmus), sein Nährstoffverbrauch im All, sein zentrales Nervensystem, seine Muskeln, Herz und Arterien und seine Knochen von Interesse für die Forschung.

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