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Erstmals Zuladung 24 Stunden vor Start möglich

Cygnus bringt Nachschub zur ISS

Start einer Cygnus-Kapsel im April 2019 Foto: Northrop Grumman

Mit dem gestrigen Start einer Antares-Rakete ist der zweite ISS-Versorgungsflug in diesem Monat unterwegs. Eine Cygnus-Kapsel brachte den Astronauten 3450 Kilogramm Nachschub – ein Rekord. Zum ersten Mal konnte dabei sensible Fracht unmittelbar vor dem Start zugeladen werden.

Die Antares-Rakete von Northrop Grumman startete um 16.46 Uhr von Wallops Island in Virgina, dem Wallops-Startgelände der NASA. Als Fracht konnten auch zeitkritische wissenschaftliche Experimente mitgegeben werden, da sich die Rakete noch 24 Stunden vor dem Start beladen ließ. Dies ist in der Raumfahrt keine Selbstverständlichkeit. Sechs Container konnten so direkt auf der Startrampe zugeladen werden, einer davon enthielt 40 Mäuse. Von den über 3.000 Kilogramm Fracht sind 1.569 Kilogramm für wissenschaftliche Zwecke bestimmt, 936 Kilogramm entfallen auf benötigte Güter für die Crew.

Neben Cygnus brachte die Antares kleine Satelliten in ihre Umlaufbahn, nachdem die Versorgungskapsel ausgesetzt worden war. Diese Satelliten sind für wissenschaftliche Zwecke, technische und mathematische Programme gedacht.

Langer Aufenthalt im All nach dem Abdocken geplant

Die Cygnus-Kapsel soll die ISS am 19. April erreichen. Dort bleibt sie voraussichtlich zwei Monate angedockt und kehrt anschließend mit etwa 3500 Kilogramm nicht mehr benötigtem Material zurück. Nach dem Abdocken soll die Kapsel jedoch nicht den direkten Weg zur Erde nehmen, sondern in einen höheren Orbit aufsteigen, um dort Satelliten auszusetzen. Die Verantwortlichen planen, Cygnus noch Monate nach dem Abdocken im All zu lassen und so eine fliegende Forschungsplattform zu betreiben.

Mit diesem Flug soll das Konzept getestet werden. Ein genauer Zeitplan wurde noch nicht bekannt gegeben, nach Angaben von SpaceNews hofft man bei Nortrop Grumman jedoch mindestens auf sechs bis sieben Monate freien Flug. Später soll es auch möglich sein, die ISS zur Durchführung von Experimenten zu verlassen und danach wieder an der Raumstation anzudocken.

Treibstoffschonender Flug

Der lange autonome Aufenthalt im Weltall soll durch die Verwendung eines Gyroskops möglich werden, welches die Lageregelung des Raumfahrzeugs steuert. Dadurch kann die Verwendung der Triebwerke reduziert und damit Treibstoff eingespart werden. Dieser Triebstoff lässt sich stattdessen für die Erhaltung der Höhe oder ähnliche Mnöver verwenden.

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